Kaum waren die einfühlsamen Weisen verklungen, sorgte das Jugend- und Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Lollar mit schmissiger Unterhaltungsmusik für anhaltend gute Laune. Stimmungsvolltreffer waren auch »Rock aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren« mit Ebi Ludwig sowie der »Gerstensaft-Rock« der Formation »Beer-Lane«. Schluss- und Höhepunkt des »kleinen Feuerwehrfestes« war das Feuerwerk, das bei Einbruch der Dunkelheit die Szenerie in ein zauberhaftes Licht tauchte. Ein Blick in die Geschichte der Wehr: Der Verein wurde am 15. März 1935 in der damaligen Gaststätte Rabenau (»Ottos«) gegründet. Fast alle Aktiven wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Die Neugründung war am 11. Juni 1948. 1959/60 wurde das Feuerwehrhaus in der Daubringer Straße errichtet und 1982/83 erweitert. Eine Jugendfeuerwehr wurde 1983 gegründet. Mit der Übernahme der Jugendlichen konnte der Fortbestand der Einsatzabteilung gesichert werden.
Als denkwürdiges Ereignis gilt immer noch das 50-jährige Bestehen 1985. Das Festzelt wurde am Vorabend des 26. Juli von einer Windhose völlig zerstört. Und doch konnte am anderen Tag das Jubiläum in einem neu aufgestellten Festzelt gefeiert werden, was noch heute als Paradebeispiel für den Zusammenhalt der Vereine und der Bevölkerung gilt. Lebendig geblieben ist auch die Anekdote von der »Ale Bousicher Feuerwiehr«, die immer gerne vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Oßwald erzählt wurde. Auch mit der Wahl von Regina Schön zur Vorsitzenden des Feuerwehrvereins wurde ein Zeichen gesetzt, denn sie war die erste Frau im Landkreis Gießen, die mit diesem Amt betraut wurde.