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Busecker Lebensmittelmärkte für Behindertenfreundlichkeit gelobt

Artikel vom 30.07.2010 - 16.00 Uhr

Busecker Lebensmittelmärkte für Behindertenfreundlichkeit gelobt

Buseck (rüg). Als Vorsitzender des Senioren- und Behindertenbeirats in Buseck hat Heinrich Hainmüller schon oft Behörden und Privatpersonen auf Missstände und Fehlverhalten hingewiesen. Doch es gibt auch angenehme Situationen, dann nämlich, wenn er für vorbildliches Verhalten gegenüber Behinderten Lob aussprechen kann.
Die Beschilderung am Edeka Großen-Buseck zeigt: Hier gilt die Straßenverkehrsordnung. Wenn Nichtberechtigte einen Behindertenpar
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Die Beschilderung am Edeka Großen-Buseck zeigt: Hier gilt die Straßenverkehrsordnung. Wenn Nichtberechtigte einen Behindertenparkplatz in Anspruch nehmen, kann das bei einer Anzeige teuer werden, sagt Heinrich Hainmüller (hier mit Lydia Matheisen).
© rüg
Wie jetzt bei den beiden großen Lebensmittelmärkten in Großen-Buseck, die auf unterschiedliche Weise Behinderten den Einkauf leichter machen.

»Moderne Supermärkte sind grundsätzlich barrierefrei. Probleme bilden hier also im Zweifelsfall die Parkplätze und die Toiletten«, sagte Hainmüller gestern Vormittag im Gespräch mit der AZ. »Es ist natürlich eine Versuchung, direkt vor der Haustür zu parken.« Das unberechtigte Abstellen von Pkw auf Behindertenplätzen habe aber nur dann Konsequenzen, wenn am Eingang des Platzes ein Schild stehe, dass hier die Straßenverkehrsordnung gelte und zusätzlich das blaue »Parken«- und das Behindertenschild aufgestellt seien. So wie am Neukauf in Großen-Buseck. Wird ein unberechtigt Parkender angezeigt, kostet das 35 Euro. Kunden anzeigen ist für einen Marktleiter natürlich ein Problem. »Deshalb versuchen wir auch, die Leute zu überzeugen, Behindertenparkplätze nicht unberechtigt in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel durch ein kleines Gummibärchen-Tütchen mit Anschreiben an der Frontscheibe«, erklärte Inhaber Steffen Preiss. »Lieferanten kann ich unter Druck setzen, Kunden muss ich überzeugen.« Einer der separierten Parkplätze ist mit einem Pfosten versehen, damit er garantiert für Behinderte frei bleibt, die sich dann im Markt melden könnten. Allerdings sei das Hindernis schon mehrfach umgefahren worden. »Der Pfosten ist nicht die beste Lösung, aber wenn jemand eine bessere weiß, mache ich’s sofort«, so Preiss.

Eine vorbildliche Behindertentoilette stellte Hainmüller im Rewe-Markt am anderen Ortsende Großen-Busecks fest. Sie verfüge sogar über einen Wickeltisch. »Den habe ich in einem Möbelmarkt entdeckt und gleich mitgenommen«, so Rewe-Geschäftsführer Nurhan Uras. Die Idee habe eine Kundin gehabt. Der Tisch werde auch gut genutzt, allerdings seien die Auflagen anscheinend sehr begehrt, denn schon mehrfach seien sie mitgenommen worden.

Die Behindertentoilette war von Anfang an eingeplant, was nicht überall der Fall ist, wie Hainmüller berichtete, denn die Verpflichtung für öffentlich genutzte Gebäude besteht erst seit 2002. Discounter verfügten in der Regel über keine Behindertentoilette. In Großen-Buseck können Aldi-Kunden jedoch die im benachbarten Rewe mitnutzen.

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Artikel vom 30.07.2010 - 16.00 Uhr
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