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Brandsburgscheune: Widerstand gegen Verkauf wächst

Artikel vom 07.02.2012 - 17.59 Uhr

Brandsburgscheune: Widerstand gegen Verkauf wächst

Buseck (vh). Etlichen Bürgern in Alten Buseck ist die historische Brandsburg nebst Scheune und Grünfläche lieb und wert. Gemeindevorstandsmitglied und Beigeordneter Frank Müller hat Interesse am Kauf der Scheune geäußert, um sie als Wohngebäude nutzbar zu machen. Als dies bekannt wurde, regte sich Widerstand der Bürger.

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Sollen der Bürgermeinung in der Gemeindevertretersitzung am morgigen Donnerstag Ausdruck geben: Ulrich Nass (links) und Kai-Uwe Klinker (rchts). (Foto: vh)
Rund 400 Unterschriften wurden gegen den Verkauf gesammelt. Am Donnerstag (19.30 Uhr) berät die Gemeindevertretung im Kulturzentrum über eine mögliche Verkaufsabsicht. Am Montagabend trafen sich gut 60 interessierte Bürger in den »Busecker Stuben«, um über das Thema zu beraten, das parallel dazu auch im Bauausschuss im´Thalschen Rathaus in Großen-Buseck behandelt wurde (sie unten stehenden Bericht.

Nicht wenige Alten-Busecker tragen sich nun ernsthaft mit der Absicht, den Verkauf oder die Verkaufsabsicht zu verhindern. Kai-Uwe Klinker, der in Nachbarschaft zur Scheune wohnt, leitete die Versammlung. Er hatte vorigen Dezember eine Unterschriftenaktion gestartet und kürzlich in der Sitzung des Ortsbeirates eine Liste mit 400 Namen übergeben.

Im Raum herrschte Konsens, dass etwas mit der maroden Scheune passieren müsse, von der man nicht wisse, ob sie schon baufällig sei oder nicht, aber nicht so, wie momentan Kommunalpolitiker – nach Bürgerworten – hinter den Kulissen Fakten schafften und die Bürger im Unklaren ließen.

Vom Verkaufspreis in Höhe einer halben Million Euro wird gemunkelt und einer weiteren halben Million Euro für die Sanierung der Scheune. Keiner in der Versammlung wusste, in welchem statischen Zustand sich die Scheune befinde. Hier würden Vereine Feste feiern und bisher habe das niemand untersagt. Eine Ortsbesichtigung wurde vorgeschlagen.



Enttäuschung über Kommunalpolitik



Kurz ging Klinker auf die Geschichte der Brandsburg ein, in deren 1959 errichteten Nebengebäude zwischen 1960 und 1985 die Firma Rinn und Cloos Zigarren herstellen lies. Ein Bürger wusste zu berichten, dass der damalige Bürgermeister Hofmann aus Angst vor zuziehenden Flüchtlingen nachher den Ankauf des Gebäudes unter kulturhistorischen Gesichtspunkten veranlasst habe. Zehn Jahre lang sei dann aber nichts mit dem Gebäude passiert.



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