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28.07.2010 - 14.00 Uhr
Alten-Busecker Karnevalisten im US-»Sonnenstaat« Florida
Buseck (dob). »Gardetanz am Marterpfahl, alle feiern Carneval!« - Als das Kampagnemotto des Carnevalvereins Alten-Buseck (CVA) für 2010 feststand, war auch die Idee für ein weiteres Highlight geboren: »Wir fahren nach Amerika!« Gesagt, getan, für 29 CVA-Mitglieder und Freunde wurde der Traum vom »American way of life« Wirklichkeit - wenigstens für zwei Wochen.
Florida, das Ferienparadies im sonnigen Südwesten der USA mit seinen schwingenden Palmen, den weißen Stränden, grünen Sümpfen, der Heimat von Mickey Mouse und »Miami Vice« war das Ziel.
»Von Öl-Teppichen weit und breit keine Spur - nur Urlaub pur«, berichten die Heimkehrer. Ins Schwärmen kommen der Organisator Eric Richter-Belloff und CVA-Vorsitzender Herbert Burbach, wenn sie von der Traumreise berichten. Der normalerweise zehnstündige Flug von Düsseldorf nach Fort Myers verlief reibungslos, sieht man einmal davon ab, dass es wegen ungünstiger Wetterverhältnisse erst einmal einen vierstündigen »kostenlosen« Rundflug über den Südosten des Landes mit einer Zwischenlandung in West Palm Beach gab, bis die Maschine nach 14 Stunden in Fort Myers landen durfte. Doch dann war es endlich soweit und das Feriendomizil (»vier Familienvillen, wie im Film«) in Rotonda, einem kleinen Ort am Golf von Mexiko, wurde bezogen.
Die Quartiere hatte die Mutter von Eric Richter-Belloff, Tamara Richter, besorgt. Sie kennt sich dort gut aus, denn sie war vor zwei Jahren aus Oberhessen in die Staaten zurückgekehrt war, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Am Tag der Ankunft der CVA-Gruppe, dem Unabhängigkeitstag fielen die Steaks besonders groß aus, die bei einer Poolparty mit »Original American BBQ« serviert wurden. Ein Feuerwerk bildete den Höhepunkt.
Zum Hochseefischen ging es von Sarasota aus in den Golf von Mexiko. 80 ausgewachsene »Red Snaper« oder »Gruper« gingen an die Angel, die umgehend im Hafen filetiert und am Abend von Grillemeister Eric zubereitet wurden. Rotonda war der Ausgangspunkt für viele Fahrten mit Mietautos oder Harley-Davidson-Maschinen. 200 Meilen über den Overseas-Highway Nr.1 mit seinen 42 Brücken und der Sonnenuntergang am Endpunkt Key West bleiben den Bikern in unvergesslicher Erinnerung. Natürlich durften die Everglades, der Nationalpark mit 1000 (und mehr) Mangroven-Inseln, geheimnisvoller Graslandschaft, Tümpeln, warmen Flüssen, Alligatoren und dem Weißkopfseeadler nicht fehlen. Weitere Stationen waren die Parks »Sea World« in Orlando mit seiner berühmten Delfin- und Orca-Show, »Busch Garden« in Tampa sowie das Kennedy-Space-Center in Cap Canaveral. Miami, Fort Myers, die Millionenmetropolen Tampa und St. Petersburg bilden die urbanen Kontraste zu den natürlichen Schönheiten des Landes.
Dass wegen großer Entfernungen zwischen Standquartier und den Reisezielen auch mal im Hotel übernachtet werden musste, ließ die Reisegesellschaft trotz individueller Interessenlagen doch immer wieder zusammenrücken. Die drei Konfirmanden in der Gruppe nahmen die Gelegenheit wahr, fern der Heimat einmal einen Gottesdienst ganz anderer Art zu erleben. Ein Alten-Busecker »Florida-Boy« wurde sogar von einem Sheriff gesucht und gefunden, weil er bei einer nächtlichen Rundfahrt verloren gegangen war.
Bei einem Reisequiz - die Fragen hatte Tamara Richter zusammengestellt - erwiesen sich die Familien-Teams von Hans-Peter Ludwig, Herbert Burbach und Jens Beyer als fundierte Kenner. Sie gewannen einen Jet-Ski-Trip, den die Familie Richter-Belloff gesponsert hatte. Dass der Rückflug dank gegenläufiger Erdumdrehung nur acht Stunden und 40 Minuten dauerte, war ebenso wohltuend wie die florida-ähnlichen Temperaturen bei der Rückkehr in die heimatlichen Gefilde. In Alten-Buseck angekommen, wurde die Reisegruppe von Tim Burbach und seiner Crew (Ruth Kremer, Helga Burbach, Stefanie Pohl und Margret Bötz mit Schnitzel, kühlen Getränken und einem kleinen Buchenbuffet empfangen.