Artikel vom
28.07.2010 - 18.18 Uhr
37-Jährige bei Wohnhausbrand in Beuern verletzt
Buseck (kan). Ein Wohnhaus stand am Donnerstagnachmittag in der Beuerner Borngasse in Flammen. Weil die Feuerwehr Sorge hatte, das Feuer könnte auf einen Gastank übergreifen, räumte sie die umliegenden Häuser. Diese Befürchtung erwies sich jedoch als unbegründet.
Gegen 13.35 Uhr bemerkte eine Mieterin im Obergeschoss ihrer Wohnung Brandgeruch, konnte die Ursache dafür aber zunächst nicht ausfindig machen. Doch ein Nachbar hatte etwa zum gleichen Zeitpunkt das Feuer am Dach des Hauses bemerkt und verständigte die Feuerwehr. Die Mieterin und ihr elfjähriger Sohn konnten unverletzt aus ihrer Wohnung flüchten. Eine 37-jährige Nachbarin dagegen wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Sie war in die Nähe des Brandes gekommen, als sie ihre Pferde aus einem angrenzenden Stall befreite.
Das Feuer, das der Nachbar zunächst im Dachbereich entdeckt hatte, breitete sich auch auf eine Terrasse und eine angrenzende Scheune aus. Nach einer guten Stunde hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Alten-Buseck, Großen-Buseck, Beuern und Reiskirchen den Brand gelöscht, suchten aber mit einer Wärmebildkamera sicherheitshalber weiter nach Glutnestern, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Sorgen bereitete den Einsatzkräften ein Tank, den sie auf dem Nachbargrundstück entdeckten. Da sie nicht ausschließen konnte, dass es sich dabei um einen Gastank handelte, räumten sie die umliegenden Häuser. Nach den notwendigen Sicherungsmaßnahmen stellten sie aber fest, dass in dem Behälter Wasser aufbewahrt wurde und keine Gefahr für die Anwohner bestand.
Polizei und Feuerwehr kritisieren Schaulustige
Wie die Polizei mitteilte, ist die Brandursache noch nicht bekannt. Der Sachschaden belaufe sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf etwa 50 000 Euro.
Polizei und Feuerwehr kritisierten das Verhalten einiger Schaulustiger. Schon zum Zeitpunkt, als durch den vermeintlichen Gastank Gefahr bestanden habe, ignorierten diese hartnäckig die Absperrungen, um sich der Einsatzstelle zu nähern. Einige hätten über Schleichwege versucht, geeignete Positionen für ihre Schnappschüsse vom Brand zu finden.