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Wasserhäuschen steht frühestens 2012 wieder

Artikel vom 28.09.2011 - 13.15 Uhr

Wasserhäuschen steht frühestens 2012 wieder

Büdingen (sax). Zweimal hat die Stadtverordnetenversammlung den Wiederaufbau des sogenannten Wasserhäuschens am Pfaffenwald beschlossen. Der denkmalgeschützte Aussichtspavillon auf einem Hochbehälter war Anfang April von den Stadtwerken an einem Samstagmorgen widerrechtlich abgerissen worden.

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Das Beispiel des Pavillons am Pfaffenwald zeigt, dass Aufbauen schwerer als Zerstören ist. Während der Abriss an einem Morgen erledigt war, wird sich der Wiederaufbau mindestens bis ins nächste Jahr ziehen.
Doch auch fast ein halbes Jahr später kommt der Wiederaufbau nicht voran. Frühestens 2012 wird das Wasserhäuschen wieder stehen, denn die Finanzierung soll über den Haushalt 2012 erfolgen.

»Ich habe den Eindruck, die Sache wird bewusst verzögert, damit der Parlamentsbeschluss, den Pavillon bis zum 31. Dezember wiederaufzubauen, nicht umgesetzt werden kann«, warf Stadtverordnetenvorsteher Bernd Luft (CDU) in einer Sitzung des Finanzausschusses dem Magistrat vor.

Zuvor hatte Bürgermeister Erich Spamer den Sachstand erläutert. Der Magistrat habe dem Beschluss mit der Frist zum Ende dieses Jahres widersprochen, weil kein Geld im Haushalt vorgesehen sei. Inzwischen sei es ihm gelungen, einen Termin mit der oberen und unteren Denkmalbehörde zu vereinbaren, dieser sei jedoch erst in der zweiten Oktoberhälfte möglich. In dem Gespräch soll erörtert werden, ob die Hochbehälteranlage schützenswert sei, wie es in der Begründung der oberen Denkmalbehörde heißt. Der Magistrat und die Stadtwerke wollen die Hohlräume mit Beton verfüllen und nur den Pavillon vorbildgetreu wieder aufbauen. Die Hochbehälteranlage komplett zu erhalten und statisch zu sichern, sei deutlich teurer.

Inzwischen liegt eine Kostenschätzung eines Architekten für den Wiederaufbau vor. Er rechnet mit 35 000 bis 40 000 Euro. Die Verfüllung mit Flüssigbeton werde etwa 50 000 Euro kosten, schätzt Spamer. »Wenn da Flüssigbeton reinkommt, der verfestigt sich, dann ist das statisch auf jeden Fall sicher.«

Reiner Hornung, Fraktionsvorsitzender der »Pro Vernunft«, erinnerte an noch offene Fragen. »Es war gefordert zu erfahren: Wie ist es zu dem Abriss gekommen?« An dessen Rechtswidrigkeit bestehe kein Zweifel. »Das Wasserhäuschen stand unter Denkmalschutz, genauso wie die Bäume vor der Bodenmanagementbehörde, und irgendwer hat die umgesägt«, spielte er auf andere handstreichartige Handlungen in der Stadt an.



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