Inzwischen zeichnet sich aber eine Lösung ab - auch ohne genehmigten Haushalt. Während Spamers Urlaub hat Erster Stadtrat Manfred Hix nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht im Magistrat angeregt, die Zuschüsse auszuzahlen. Das Gremium hat zugestimmt. »Wenn die Stadtverordnetenversammlung dieser Vorlage zustimmt, können wir die Zuschüsse für 2009 am 1. Februar auszahlen«, ist Hix zuversichtlich.
Eltern haben kein Verständnis
Mit Kopfschütteln verfolgten mehr als 20 Eltern die Ausführungen der Tintenklecks-Vorsitzenden Hinteregger zur finanziellen Situation des Vereins. »Wie kann es sein, dass wir, die zuschussbedürftigen Vereine, keine Zuschüsse bekommen und eine Eisbahn für 87 000 Euro gekauft wird?«, wollte eine Mutter wissen. In der Debatte kam auch die Frage auf, wie in einer »Familienstadt mit Zukunft« die Existenz des Hortes gefährdet sein kann. Der Verein betreut rund 50 Kinder und hat erstmals einen Aufnahmestopp, weil die Kapazitäten erschöpft sind. Rund 71 000 Euro Lohn- und Personalkosten finanziere der Verein zusätzlich zu dem städtischen Zuschuss von 15 000 Euro, erklärte die Vorsitzende.
Hinteregger erwähnte, dass nahezu alle Gesprächsangebote des Vereins an die Stadt bisher erfolglos geblieben seien. Auf Einladungen des Tintenklecks hätten die städtischen Vertreter nicht einmal reagiert. »Wenn die nicht kommen, gehen wir alle da hin«, forderte ein Mitglied, die Positionen des Vereins zu vertreten.