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Stadtplan für Kinder zeigt Freizeitangebote und Gefahren

Artikel vom 04.06.2010 - 13.00 Uhr

Stadtplan für Kinder zeigt Freizeitangebote und Gefahren

Büdingen (sax). Die Kinder aus Büdingen können sich freuen: Der Kinderstadtplan, der versuchen soll, ihnen die Orientierung in der Stadt zu erleichtern, wurde jetzt nach langer Vorbereitung vorgestellt. Bürgermeister Erich Spamer erklärte, dass der Plan Bestandteil des Modellprojekts des Hessischen Familienministeriums ist.
Der Stadtplan soll den Kindern bei der Orientierung helfen.
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Der Stadtplan soll den Kindern bei der Orientierung helfen.
Bernhard Tessari, dessen Beratungszentrum mit der Erstellung des Plans beauftragt war, hat in mehrmonatiger Arbeit zusammen mit Schulen, Kindern und der Stadt versucht, Büdingen aus Kindersicht zu betrachten. Herausgekommen ist ein bunter Plan, der Freizeitmöglichkeiten, aber auch Gefahrenpunkte auflistet. Dabei flossen besonders die Hinweise von Kindern aus zahlreichen Begehungen der Stadt und aller Stadtteile ein.

Bereits bei der Vorstellung beim Altstadtfest nahmen viele Besucher einen Kinderstadtplan mit. Zwar waren einige zunächst skeptisch, weil sie meinten, dass sie etwas verkauft bekommen sollten, aber am Nachmittag hatten die Leiterin des Familienzentrums »Planet Zukunft« und die Mitglieder der Kinderlobby bereits mehr als 800 der insgesamt 7000 Stück ausgegeben.

Besonders fällt auf, wie viele vermeintlich harmlose Stellen im Verkehr von den Kindern als gefährlich empfunden werden. Das betrifft in der Vorstadt, einer Tempo-30-Zone, etwa die Einmündungen Pferdsbacher Weg und Am Rosenkränzchen sowie die Durchfahrt durch das Jerusalemer Tor, wo bei ordnungsgemäßem Verhalten der Autofahrer eigentlich keine Gefahren für Fußgänger entstehen dürften.

Die Kinder wissen aber auch die vielen Freizeitangebote in ihrer Stadt zu schätzen. So verzeichnet der Plan unter anderem Rodelhänge, Wiesen zum Drachen steigen lassen und Sportmöglichkeiten. Sogar Gelegenheiten, Tiere zu sehen und zu streicheln, wie Schafgehege oder Milchbauernhöfe, sind aufgeführt. Damit bringt der Kinderstadtplan auch für Erwachsene wichtige Erkenntnisse.

»Mit dem Plan wird nur der Ist-Zustand erfasst«, betonte Spamer. Er erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Grundsätzlich sei man offen für weitere Anregungen. Tessari erläuterte, dass der Kinderstadtplan ein erster Schritt sei, Freiräume für Kinder und Jugendliche zu dokumentieren. Ziel sei, diese Räume bei der Stadtentwicklung zu berücksichtigen.

Im nächsten Schritt wurden Jugendliche befragt. Die häufigsten Themen waren eine Skaterbahn und Möglichkeiten, mit dem BMX-Fahrrad zu fahren. Während sich bei der Skaterbahn, wo die Stadt eine sogenannte Halfpipe vom Kasernengelände versetzen will, eine Lösung abzeichnet, ist die Situation für die BMX-Fahrer unklar: Ihre selbst gebauten Hindernisse an der Festungsmauer mussten sie wegen des Denkmalschutzes abbauen.

Um die Spielleitplanung fortzuführen, will Bernhard Tessari sich nicht nur auf die Jugendlichen stützen, die zu ihm kommen, sondern sie auch an ihren Treffpunkten aufsuchen. (Fotos: sax)

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Artikel vom 04.06.2010 - 13.00 Uhr
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