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Schuldenstand gefährdet Schulkinderbetreuung

Artikel vom 15.12.2011 - 12.34 Uhr

Schuldenstand gefährdet Schulkinderbetreuung

Büdingen (sax). 2010 feierte die Schulkinderbetreuung Tintenklecks 15-jähriges Bestehen. Bereits damals warnte die Vorsitzende Astrid Hinteregger, dass wachsende Kosten die Zukunft des Vereins, der aktuell 53 Kinder betreut, gefährden. Inzwischen sind mehr als 22 000 Euro Schulden aufgelaufen.

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Die Vorsitzende der Schulkinderbetreuung Tintenklecks, Astrid Hinteregger, und ihr Vize Bernd Berger sorgen sich um die Zukunft des Vereins. (Foto: sax)
Deshalb hatte der Trägerverein die Stadt gebeten, ihm mit einer Zahlung von 25 000 Euro zu helfen. Tatsächlich scheint die Situation dramatisch. Der Tintenklecks steht bei der Stadt mit 11 274 Euro für Miete und Nebenkosten der Betreuungsräume, bei Finanzamt und Krankenversicherung mit über 4000 Euro und beim Lieferanten des Mittagessens mit knapp 5000 Euro in der Kreide.

Dem stünden zwar Forderungen an ehemalige Vorstandsmitglieder von über 18 000 Euro und an Eltern, die ihre Betreuungsgelder nicht gezahlt haben, in Höhe von 4500 Euro gegenüber. Dennoch räumt die Vorsitzende Astrid Hinteregger ein, da die Forderungen nicht kurzfristig zu realisieren seien: »Liquiditätsmäßig sind wir pleite.«

Letzten Freitag zerschlug sich vorläufig die Hoffnung auf Hilfe durch die Stadt. Bürgermeister Erich Spamer (FWG) und der für das Dezernat Soziales zuständige Erste Stadtrat Manfred Hix (SPD) teilten dem zweiten Vorsitzenden Bernd Berger und Tintenklecks-Mitarbeiterin Evelyn Malcher in einer Besprechung mit, der Magistrat habe sich entschieden, weder die Schulden des Vereins zu übernehmen, noch die Zuschüsse zu erhöhen.

Ein Grund für diese Entscheidung sei gewesen, dass laut Berger ab Januar zu den aufgelaufenen Schulden ein Defizit von weiteren 4800 Euro monatlich dazu käme, erklärt Spamer. Er beklagt, die Stadt sei über das Ausmaß der Schieflage zunächst nicht informiert worden. Erst auf Nachfrage seien letzte Woche Zahlen vorgelegt worden.

Mitarbeiter bekommen Gehälter verspätet

Dass der Verein Geldprobleme hat, musste der Stadt aber klar sein. »Wir schreien ja nicht erst seit gestern um Hilfe«, betont Hinteregger. »Diese Zahlen sind das Resultat eines langsamen Prozesses über Jahre hinweg«, ergänzt Berger. »Wir finanzieren uns über unsere Mitarbeiter, die verspätet ihre Gehälter kriegen«, erklärt die Vorsitzende, wie bisher der Engpass durchlebt wurde.



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