Diese Verwitterung entstehe im Verlauf mehrerer Tausend Jahre. »Die Verwitterung wird immer eine runde Form annehmen«, erläuterte Reischmann, weil sie so den Umwelteinflüssen am wenigsten Angriffsfläche biete. Die Kugeln würden in geologisch kurzen Zeiträumen verschwinden und wahrscheinlich durch neu entstehende ersetzt. »Das Leben geht weiter, auch für Basaltkugeln.«
Wo kommen die Löcher her?
Mit einer weiteren ungewöhnlichen Erscheinung vermochte Keil sogar den erfahrenen Geologen zu verblüffen. Verstreut in einem lichten Waldstück liegen zahlreiche Felsbrocken. Fast alle haben parallel verlaufende Löcher, die relativ regelmäßig angeordnet sind. Sorgfältig untersuchte Reischmann die Löcher und maß ihre Tiefe aus. Dennoch erschloss sich ihm das Rätsel nicht. »Ich habe keine wissenschaftliche Erklärung dafür«, räumte er ein. »Das ist eine Verwitterungsform, die ich so noch nicht gesehen habe«, äußerte er eine Vermutung zur Entstehung der Struktur.