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Kennzeichen BÜD soll spätestens 2013 kommen

Artikel vom 17.12.2011 - 12.39 Uhr

Kennzeichen BÜD soll spätestens 2013 kommen

Büdingen (sax). Landrat Joachim Arnold ist nicht überrascht, dass sich viele Menschen in Büdingen das alte Kfz-Kennzeichen BÜD zurückwünschen: »Die Menschen identifizieren sich mit Städten, nicht mit Verwaltungsstrukturen.«

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Büdingens Erster Stadtrat Manfred Hix, Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz, Landrat Joachim Arnold, die Stadtverordnete Sabine Kraft-Marhenke, Bürgermeister Erich Spamer und Dr. Ralf Borchert setzen sich für die neuen alten Kennzeichen ein. (Foto: sax)
Wann genau das neue alte Kennzeichen kommt, weiß er noch nicht. Möglicherweise schon zum Sommer, spätestens jedoch 2013.

Landrat Arnold geht davon aus, dass das Kennzeichen BÜD vor allem im Stadtgebiet Büdingen und weniger im gesamten Altkreis Zuspruch findet. Dennoch erwartet er auch für den Wetteraukreis, zumindest für den Osten, positive Auswirkungen.

Die Wetterau sei im Aufbruch, und »Büdingen ist eine Perle in diesem Diadem«, betont er die touristische Bedeutung der Altstadt. Ein eigenes Kennzeichen für Büdingen sei auch ein Werbeträger für die Region. »Für Büdingen ist das ein Motor, der die Stadt nach vorne bringen kann.«

Bürgermeister Erich Spamer erwartet zwar keine unmittelbare Werbewirkung. Aber, »derjenige, der schon in Büdingen war und BÜD sieht, erinnert sich vielleicht und denkt über einen weiteren Besuch nach.« In Büdingen sei die emotionale Bindung zu BÜD stets hoch gewesen, obwohl es immer seltener zu sehen gewesen sei. »Erst waren es noch die Leichenwagen und Feuerwehrautos, heute sind es nur noch ein paar Traktoren.«

Die Verbundenheit mit dem Kennzeichen belegt auch eine Befragung, die Dr. Ralf Borchert von der Hochschule Heilbronn durchgeführt hat. Dabei sprachen sich rund 84 Prozent für die Wiedereinführung des alten Kennzeichens aus. Borchert, der in einer Initiative mehr als 160 Städte zusammengefasst hat, die ein eigenes Kennzeichen haben wollen, sieht in der Differenzierung nur Vorteile. »Das bringt nicht alte Grenzen wieder hoch, vielmehr lässt es eine alte Marke wieder aufleben.« Zudem ließen sich Städte über ein eigenes Kennzeichen besser einordnen. Umfragen hätten gezeigt, dass die Stadt, die dem Kreis den Namen gebe, größer geschätzt werde, obwohl sie tatsächlich um die Hälfte kleiner sei.

Deshalb spricht sich auch Gelnhausen für die Wiedereinführung des früheren Kennzeichens GN aus. Die Studie zeige, dass ein Kennzeichen durchschnittlich 50 mal am Tag wahrgenommen werde. Diesen Werbeeffekt dürfe man nicht unterschätzen, erklärt Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz.

Im Main-Kinzig-Kreis gibt es bereits ein Beispiel, dass eine Stadt ein eigenes Kennzeichen hat. Obwohl sie zum Kreis gehört, hat Hanau das alte Kennzeichen HU behalten, im Unterschied zum MKK des Kreises.



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Artikel vom 17.12.2011 - 12.39 Uhr
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