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Infotag: 21 Meter durch das begehbare Darmmodell

Artikel vom 08.09.2011 - 13.31 Uhr

Infotag: 21 Meter durch das begehbare Darmmodell

Büdingen (rad). Jährlich erkranken in Deutschland 73 000 Menschen an Darmkrebs, 27 000 sterben daran. »Büdingen aktiv gegen Darmkrebs« lautete daher der Titel der Veranstaltung, die von Christine und Martin Gerstenberger, Sabine Kraft-Marhenke, Reiner Marhenke und einigen Ausstellern in der Willi-Zinnkann-Halle initiiert wurde.

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Expertin Stefanie Andrick (blaue Bluse) führt Interessenten durch Europas größtes Darmmodell, erklärt Funktionsweise und Krankheiten. (Fotos: rad)
Über 500 Interessenten nutzten die Möglichkeit, sich über das Thema zu informieren.

Darmkrebs wächst im Verborgenen und entsteht meist aus zunächst gutartigen Vorstufen. Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs – nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebs-Todesursache im Land – zu erkranken liegt bei sechs Prozent.

Wie Sabine Kraft-Marhenke erklärte, hätten die Initiatoren aufgrund eigener familiärer Erfahrungen mit der Krankheit das Bedürfnis, ihre Mitbürger über die Gefahren, aber auch über die Präventions- und Heilungsmöglichkeiten aufzuklären. Durch die Aktion wollten die Veranstalter dazu ermutigen, die Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen.

Bürgermeister Erich Spamer, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, gab zu bedenken, dass viele Mitmenschen erkleckliche Summen für Nahrungsergänzungsmittel ausgäben, bei der Investition in die Krebsprävention aber merkwürdig zurückhaltend seien. »Das ist umso trauriger, da Darmkrebs heilbar ist, wenn er in einem frühen Stadium erkannt wird«, sagte der Rathauschef.

Viele Fachaussteller und Experten konnten für die Aktion gewonnen werden. Auf großes Interesse stieß Europas größtes Darmmodell mit einer Länge von 21 Metern, das vor der Halle aufgebaut war. Das begehbare Modell wurde bei halbstündlichen Führungen von der Gesundheitsexpertin Stefanie Andrick erklärt. Von der Entzündung über die Bildung von Polypen bis hin zu den verschiedenen Entwicklungsstadien des Karzinoms: Im Innern war viel zu entdecken.

Intensiven Zuspruch erfuhr auch das Angebot einer »einfachen alternativen-blutbasierten Darmkrebs-Früherkennung«. »Wir haben uns da, was die Nachfrage betrifft, an Erfahrungen von anderen Veranstaltern orientiert«, sagte Sabine Kraft-Marhenke. Allerdings sei die Nachfrage in Büdingen so groß gewesen, dass das vorgehaltene Material nicht für alle Interessenten ausgereicht habe.



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