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»Das ist Reiten in seiner ursprünglichen Form«

Artikel vom 10.04.2010 - 13.00 Uhr

»Das ist Reiten in seiner ursprünglichen Form«

Büdingen (sax). Auf dem Rosenhof von Karl-Heinz Knaf wird eine ungewöhnliche Form des Reitsports gepflegt. Mit seinem weitläufigen Gelände bietet der Reiterhof am Rande des Gewerbegebiets ideale Bedingungen für das Jagdreiten. Der Begriff ist allerdings irreführend: Beim Jagdreiten werden weder Tiere gejagt noch erlegt.
»Reiter, die ein bisschen mehr erleben wollen«, sind es, die sich fürs Jagdreiten interessieren. Den Zeitplan der Gruppe bestimm
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»Reiter, die ein bisschen mehr erleben wollen«, sind es, die sich fürs Jagdreiten interessieren. Den Zeitplan der Gruppe bestimmt die Hundemeute, die einer künstlichen Fährte folgt. (Foto: sax)
Zwar geht die Bezeichnung auf die inzwischen verbotenen Tierjagden zurück. Doch die Jagdreiter reizt an der Jagd mit dem Pferd nicht die Tierhatz, sondern das Reiten in der Natur.

»Das ist Reiten in seiner ursprünglichen Form«, erklärt Knaf. Der Reiter müsse sich nicht nur mit dem wechselnden Gelände auseinandersetzen. Er müsse über Gräben und Baumstämme springen, Böschungen hinauf- oder herabreiten, schwärmt er. »Man muss lernen, in einer Gruppe zu reiten und zu springen«, beschreibt er die besondere Herausforderung.

Hunde folgen künstlicher Fährte

Dazu gehöre, sein Pferd in der Gruppe zu beherrschen. So gelte es einen ausreichenden Abstand zu den übrigen Reitern einzuhalten. Dieser dient der Sicherheit, aber auch dem Wohlbefinden der Tiere. »Für die Pferde ist das eigentlich kein Problem, eher für die Reiter«, lacht Knaf.

Denn beim Jagdreiten gelte es, Regeln einzuhalten. Durch Reiter, denen die notwendige Disziplin fehle, sei das Jagdreiten in Verruf gebracht worden. Knaf betont, es sei wichtig, »dass das Pferd nicht einfach drauf losrennt und den anderen überholt«. Den Zeitplan diktiert auch die Hundemeute, die einer künstlichen Fährte folgend, den Weg der Equipage, der Reitergruppe bestimmt. Regelmäßig werden Pausen eingelegt, damit die Hunde ausreichend trinken können.

Dann lässt sich beobachten, dass die Hunde nicht etwa die bösartigen Bluthunde aus amerikanischen Filmen sind. Sie erweisen sich als außergewöhnlich verspielt und verschmust. Damit der Besucher nicht von einer Meute von Hunden, die alle gestreichelt werden wollen, überrannt wird, braucht es schon mal ein energisches Wort.



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Artikel vom 10.04.2010 - 13.00 Uhr
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