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Büdinger bekommen ihr »BÜD« zurück

Artikel vom 26.11.2011 - 11.24 Uhr

Büdinger bekommen ihr »BÜD« zurück

Büdingen (prw). »Ich habe dem Verkehrsministerium mitgeteilt, dass das Kennzeichen BÜD künftig wieder in der Wetterau an Autobesitzer ausgegeben wird«, teilte gestern Landrat Joachim Arnold in einer Pressemitteilung mit und betonte: »Das ist kein Aprilscherz.«

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Wenn es nach Landrat Joachim Arnold geht, gibt es bald zwei Kennzeichen für den Wetteraukreis. (Foto: prw)
Bis das von vielen Büdingern heiß ersehnte Nummernschild wieder an Autos zu sehen sein wird, kann jedoch noch einige Zeit vergehen.

Möglich mache die Wiedereinführung des Nummernschilds eine Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern, die sich an einer Studie der Universität Heilbronn orientiere. Die ist laut Landrat Joachim Arnold zum Schluss gekommen, dass die bei der Gebietsreform ausgemusterten Kennzeichen immer noch identitätsstiftend seien und ihre Wiedereinführung stark gewünscht werde. Voraussetzung sei, dass die zuständigen Behörden zustimmen.

»Das mache ich als zuständiger Landrat im Wetteraukreis sehr gern, weil das die Menschen mit Heimat und Zusammengehörigkeit verbinden«, betonte Arnold. »40 Jahre nach dem Zusammenschluss sind die Menschen zwar stolze Wetterauer geworden, aber in den einzelnen Kreisteilen gibt es wichtige regionale Orientierungen, die für mich – ohne einen Separatismus fördern zu wollen – Heimatverbundenheit ausdrücken.« Für den Landrat habe der Münzenberger im Gegensatz zum Bad Vilbeler mehr mit Gießen als mit Frankfurt zu tun, die Gedernerin sei stolz auf ihre Vogelsberger Wurzeln, das mittelalterliche Büdingen habe nach wie vor Verbindungen nach Gelnhausen – aber einen würde alle die gemeinsame Wetterauer Vergangenheit als Oberhessen. »Das soll auch mit den beiden Kfz-Kennzeichen FB und BÜD unter dem Dach des Wetteraukreises zum Ausdruck gebracht werden«, begründete Arnold seine Entscheidung.

Das bestätige auch die jetzt vorgestellte Studie: »Es besteht die absolute Überzeugung, dass die Frage des Kfz-Kennzeichens eine Relevanz für die Menschen hat, die für die emotionale Bindung an die Teilregion nicht zu unterschätzen ist.« Ein Nummernschild werde oft wie ein Namensschild an der Wohnung interpretiert. Das Symbol für die eigene Stadt oder für einen Landstrich sei in der Lage, Menschen zu verorten. Das gelte etwa für Situationen auf Autobahnparkplätzen oder im Urlaub.

»Mit meiner Entscheidung der Wiederzulassung des früher zwangsweise weggefallenen Kennzeichens BÜD nutze ich die neuen Regelungen der Fachministerien«, sagte Arnold. Wann das erste BÜD-Kennzeichen erhältlich sein werde, stehe allerdings noch nicht fest. »Es wird aber sicher noch einige Monate dauern, bis die gesetzlichen Bestimmungen auch in Hessen in Kraft treten.«

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Artikel vom 26.11.2011 - 11.24 Uhr
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