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Aus Versehen: Bauhofmitarbeiter fällen Weihnachtsbaum

Artikel vom 12.01.2012 - 14.01 Uhr

Aus Versehen: Bauhofmitarbeiter fällen Weihnachtsbaum

Büdingen (sax). Nicht unproblematisch ist offenbar das Verhältnis des Bauhofs zu den Weihnachtsbäumen in den Stadtteilen. In der Adventszeit hatten die Mitarbeiter den Calbachern einen Baum beschert, obwohl diese seit Jahren einen eigenen aufstellen. Am Montag nun lief es genau umgekehrt.

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Gründliche Arbeit: Vom Weihnachtsbaum ist nur ein Stumpf übrig geblieben. (Foto: sax)
Die Bauhofmitarbeiter nahmen den benachbarten Diebachern einen Weihnachtsbaum weg, den diese vor über zehn Jahren selbst gepflanzt hatten.

Dass sie faul wären, kann den Bauhofmitarbeitern niemand vorwerfen. Trotz knappen Personals erfüllen sie die ihnen angetragenen Aufgaben mit Fleiß und gründlich. So zogen zwei Arbeiter am Montagmorgen vor Sonnenaufgang los, um die Weihnachtsbäume in Büdingen zu »entschmücken«, wie es Bauhofleiter Siegfried Buchhold formuliert. Doch schon der erste Einsatz ging daneben.

Um des unhandlichen, fast vier Meter hohen Baums in Diebach Herr zu werden, sägten die Arbeiter nach dem Abbau der Lichterkette zunächst oben zwei Stücke ab. Als sie die letzten 1,50 Meter absägen wollten, stellten sie fest, dass dieser Baum im Unterschied zu den Weihnachtsbäumen in anderen Stadtteilen nicht im Boden verkeilt und damit nur vorübergehend aufgestellt war, sondern fest im Boden verwurzelt. Denn die Diebacher hatten vor mehr als zehn Jahren ein Bäumchen gepflanzt, aus dem inzwischen ein stattlicher Baum gewachsen ist.

Davon war nach den ersten Schnitten der Arbeiter nur noch ein kläglicher Rest übrig. »Dann sind sie still und heimlich abgezogen«, erzählt Roswitha Engel, Mitglied im Ortsbeirat. Nachdem sich Diebacher Bürger über das Absägen ihres Baums und den unwürdigen Rest beschwert hätten, seien schließlich noch zwei Arbeiter gekommen und hätten auch das letzte Stück beseitigt.

Buchhold ist die Zerknirschung über den Vorfall anzumerken. »Das hätten sie eigentlich merken müssen«, räumt er ein, dass die Arbeiter einen Fehler gemacht haben. Allerdings sei es noch dunkel gewesen, als sie um sieben Uhr morgen in Diebach mit dem Entfernen des Schmucks begonnen hätten. Die Arbeiter seien etwas übereifrig gewesen.

Der Bauhofleiter versichert, man werde so schnell wie möglich für Ersatz sorgen. Und auch die Wünsche der Calbacher würden berücksichtigt, verspricht er. »Nächstes Jahr kriegen die keinen.«

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Artikel vom 12.01.2012 - 14.01 Uhr
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