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Windräder am Helfholz?

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Artikel vom 25.09.2014 - 23.45 Uhr

Windräder am Helfholz?

Biebertal (vh). Auf dem Dünsberg weht zwar der meiste Wind, aber dort dürfen keine Windräder gebaut werden. Nach dem aktuellen Stand bleiben auf der Biebertaler Gemarkung zwei Flächen, die für Windenergie geeignet sein sollen. Allerdings unter Vorbehalt, denn die Naturverträglichkeitsprüfung steht noch aus.

Windräder am Helfholz?
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Windräder (Symbolfoto)
© dpa
Weitere Kriterien könnten sich als Fußangeln erweisen. Trotzdem hat die« Volkswind«, ein Projektierer und Betreiber von Windenergieanlagen aus dem niedersächsischen Ganderkesee, bereits Vorverträge mit privaten Grundstückseigentümern abgeschlossen.

Windenergie stand auf der Tagesordnung des Bauausschusses am Mittwoch im Bürgerhaus Rodheim Bieber. Rund 20 Bürger übernahmen die Zuhörerrolle. Volkswind-Mitgeschäftsführer Dr. Malte Huchzemeier und der für Hessen zuständige Projektierer Arno Floren stellten die 1993 gegründete Firma und beide potenziellen Flächen vor. Der Standort Bubenrod wäre die östliche Verlängerung der existierenden Wind-Vorrangfläche in Hohensolms wo bereits sieben Windräder Strom erzeugen. Die Fläche befindet sich ausschließlich in privater Hand. Drei Windräder könnten dort gebaut werden. Die Eigentumsverhältnisse am »Helfholz« sind zweigeteilt: wiederum Privatbesitz sowie Grundstücke der Gemeinde im nördlichen Bereich. Fünf bis sieben Windräder passten insgesamt dorthin, je nachdem, ob Biebertal seine Fläche ebenfalls verpachten würde.

Kommunales Interesse

Bürgermeister Thomas Bender teilte mit, dass Bürgerbeteiligung vorgesehen ist, aber nicht etwa mittels Neugründung einer Genossenschaft, sondern im Zugriff auf die Bürgergenossenschaft Sonnenland in Großen-Buseck. Sonnenland-Vorsitzender Uwe Kühn sei in das Biebertaler Vorhaben schon eingebunden.

Wie Dr. Huchzemeier ausführte, sei die Bürgerbeteiligung möglich über den Erwerb von Genussscheinen der Sonnenland-Genossenschaft. Sonnenland könne sich am Gesamtprojekt einbringen (Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent) )oder mit ein bis zwei Windrädern in Eigenregie, Volkswind übernähme deren Wartung. Der Geschäftsführer würde das getrennte Modell bevorzugen. Sonnenland müsste dann knapp sieben Millionen Euro investieren und anderthalb Millionen Eigenkapital dafür aufbringen. Bürgermeister Bender meldete das vorrangiges Interesse der Gemeinde Biebertal an Pachteinnahmen und Gewerbesteuer an. Weniger denke die Gemeinde an Unternehmertum. Bestenfalls käme der Erwerb von Genussscheinen in Frage.

200 Meter hohe Masten

Dr. Huchzemeier erläuterte das Vorgehen der Volkswind: Das Unternehmen pachtet oder kauft Land, sucht den geeigneten Anlagenbauer, sei insofern Hersteller unabhängig, und betreibt die Windparks in Eigenregie. Deren Laufzeit heute: 25 Jahre (bisher 20). Man verfüge auch über erste Erfahrungen mit dem Bau von Windparks im Wald.



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Leserkommentare
(11.11.2014 05:30)
Libero
Windkraftgegner

aha, Kommentare von Windkraftgegnern werden gelöscht


+++ Nein. Sofern keine anderen Nutzer beleidigt werden und das eigentliche Thema des Artikels behandelt wird, bleiben die Kommentare selbstverständlich stehen. Gruß, Online-Redaktion

(10.11.2014 21:22)
Libero
nils und basti

Der Kommentar verstößt gegen unsere Nutzungsbedingungen und wurde gelöscht.


Ihre Online-Redaktion

(10.11.2014 20:02)
freno
Jeder nicht
Jeder will nicht die Energiewende, sondern nur ein Teil der Bevölkerung. Ich will sie, zumindest so wie sie bei uns durchgepeitscht wird, nicht. Wer für den Bau von Windkraftwerken, nur unter Bedingung der Rentabilität ist, der kann sie gleich ablehnen, denn sie sind es in den meisten Fällen eben nicht
(10.11.2014 19:14)
nils561997
Die ewigen Nörgler
Ich kann meinem Vorredner "Sebastarus" nur zustimmen. Jeder will die Energiewende aber wenn dann ernst gemacht wird, wird fieberhaft nach Argumenten gesucht, warum es hier und jetzt gerade schlecht ist.
Ich bin Königsberger und absolut für den Bau der Windräder, wenn sichergestellt ist, dass sie auch rentabel sind.
(28.09.2014 21:07)
Sebastarus
Natur?
Wo findet man in den heute noch Natur? In Mittelhessen besteht die Fläche jedenfalls zu mind. 95 % aus Kulturlandschaft
(28.09.2014 17:24)
Gracchus
" Volkswind " ?
Ob das Volk diese windigen Räder haben möchte ist noch sehr die Frage. Das Volk hat wohl eher die Schnautze voll von dieser Art unnötiger Naturverschandelung.
(28.09.2014 05:31)
Sebastarus
Bla bla
Energiewende ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür...so heuchlerisch. Ich persönlich habe nichts gegen die weithin sichtbaren Windräder in Hohensolms. Das ist die Zukunft!
(27.09.2014 23:56)
Deutz
Windkrafträder
Wer in Richtung Hohensolms fährt, kann erkennen, wie hässlich die Windräder in der Natur stehen. Jetzt will anscheinend auch der Bürgermeister aus Biebertal seine Unfähigkeit in diesem Amt mit der Prämie der Energielobby etwas aufbessern. Oder will er einfach sein selbst gern genutztes defizitäres Hallenbad retten? Anscheinend ist ihm jedes Mittel recht, ob es seinen Bürgern passt oder nicht.
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