Gießen/Biebertal (pm). Nach dem Vorbild von »Limes kulinarisch« wollen Gastronomen, Bäcker und Metzger aus der Region das von der Wirtschafts- und Tourismusförderung des Kreises ins Leben gerufene Projekt »Essen und Trinken wie Kelten und Römer« umsetzen. Dies teilte am Donnerstag die Pressestelle des Landkreises mit.
Markus Müller vom Arnsburger »Klosterwald« warb unlängst im Gleiberger Land für das Projekt »Essen und Trinken wie Kelten und Römer«, berichtete vom Erfolgsmodell und Vorbild »Limes kulinarisch«. (Archivfoto: no)
Prominente Unterstützer sind Landrat Willi Marx, die Bürgermeister der Gleiberger-Land-Kommunen sowie der Hotel- und Gaststätten-Kreisverband Gießen/Gleiberger Land. Markus Müller vom Landhaus »Klosterwald« in Kloster Arnsburg bei Lich ermuntert die Berufskollegen, sich am Erfolgsmodell »Limes kulinarisch« zu orientieren und die Chancen zu nutzen.
Auf Einladung von Marx und der Bürgermeister Thomas Bender (Biebertal), Helmut Fricke (Heuchelheim), Eckhard Schultz (Lahnau) und – gewählter Nachfolger 2010 von Gerhard Schmidt Thomas Brunner (Hauptamtsleiter, Wettenberg) trafen sich kürzlich Inhaber von Restaurants, Gaststätten, Metzgereien und Bäckereien aus dem Gleiberger Land im Bürgerhaus Rodheim-Bieber. Thema: das Projekt »Essen und Trinken wie Kelten und Römer«.
Marx, der unter den Anwesenden auch DeHoGa-Kreisvorsitzenden Stefan Herzog begrüßte, erläuterte eingangs »Limes kulinarisch«, das vor gut zwei Jahren vom Kreis auf den Weg gebracht worden war. Dies habe sich »zum Erfolgsmodell entwickelt« und stehe nun Pate. Mit »Essen und Trinken wie Kelten und Römer« wolle man ndas Gießener Land attraktiv für Gäste machen und zudem Gastronomie sowie Metzgern und Bäckern eine Plattform bieten. »Wir liefern Ideen, setzen Projekte um und kümmern und um das Marketing«, umriss Marx die Rolle der Kreisverwaltung und der Touristikkooperation Gleiberger Land: »Nutzen Sie diese Chance, denn nur gemeinsam mit Ihnen kann es gelingen, zusätzliche Nachfrage und zusätzliche Wertschöpfung zu generieren.«
Im Anschluss erläuterte Gabriele Gotthardt, die Leiterin der Kreis-Stabsstelle, das Gesamtvorhaben »Kelten und Römer« mit seinen unterschiedlichen Schwerpunktthemen und Arbeitsbereichen. Unter anderem verwies sie auf den Lahnwanderweg, der zum Qualitätsweg ausgebaut und den Wandertourismus erheblich befördern werde. Dies sei eine gute Chance, mehr Wandertouristen zu gewinnen, zumal eine Themenschleife zum Lahnwanderweg geplant sei, der sogenannte Kelten-Römer-Pfad. Mit dem genannten kulinarischen könne man im Lahntal ein Alleinstellungsmerkmal begründen und insofern für Gäste einen besonderen Attraktionspunkt bilden. Allerdings müssten auch die teilnehmenden Betriebe bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.
Anschließend erläuterte Müller, wie er bei sich »Limes kulinarisch« umgesetzt habe und welche Möglichkeiten sich daraus fergeben hätten. Mit seiner Beteiligung an dem vom Landkreis 2007 initiierten Projekt sei er sehr zufrieden, viele Gruppen nur wegen dieses speziellen Angebotes gekommen seien und er so zusätzlichen Umsatz erzielt habe. Anfangs habe es schon eine große Herausforderung dargestellt, nach Rezepten der historischen römischen Küche zu arbeiten, der Einsatz habe sich jedoch gelohnt. Müller freute sich, dass es gelungen sei, Kultur als Wirtschaftsfaktor zu nutzen.
8 Zur Gründung einer Projektgruppe trifft man sich am 16. November im »Erlenhof« bei Wißmar. Dazu sind Gastronomen, Bäcker und Metzger aus Biebertal, Heuchelheim, Lahnau und Wettenberg sowie angrenzenden Kommunen eingeladen. Ein späterer Beitritt wird nicht möglich sein. Für Anmeldungen und Rückfragen steht die Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, Strukturentwicklung und Tourismus des Landkreises zur Verfügung (Gabriele Gotthardt und Heike Bader, Telefon 06 41.93 90-17 67).