25 Jahre Natur- und Vogelschutzverein Fellingshausen
Biebertal (m). Vor 25 Jahren wurde der Natur- und Vogelschutzverein Fellingshausen gegründet - und kann stolz sein auf das Erreichte. Am 20. September 1985 wurde der NVF im Landgasthof »Zum Dünsberg« aus der Taufe gehoben.
Walter Pausch, Rolf Gerth, Herwig Bender (ehem. Vorsitzender des Verkehrsvereins der eigenständigen Gemeinde Fellingshausen) und Reinhard Schleenbecker begutachten Bäume am Fuß des Dünsbergs im Jahr 2003
Tag der offenen Tür und festlicher Abend
In den Vereinsräumen beginnen die Feierlichkeiten zum 25jährigen Jubiläum am 11. September um 15 Uhr. Beim Tag der offenen Tür steht das Vereinsdomizil allen offen. Es gibt Infotafeln und Schauwände, natürlich stehen die Mitglieder für Fragen zur Verfügung. Kaffee, Kuchen und Getränke frei. Die Türen des Backhauses schließen sich um 18 Uhr. Dann geht es mit dem offiziellen Teil weiter im Gasthaus »Zur Post«. Zu den Ehrengästen gehören der Vorsitzende des NaBu-Kreisverbandes Gießen, Dr. Achim Zedler, Bürgermeister Thomas Bender und Ortsvorsteher Rudi Gerlach. Schriftführerin Constanze Gude wird als Chronistin die Geschichte des Vereins offenlegen und Michael Gerth von den »Jungfüchsen« berichten. Geehrt werden die Gründer und alle im Gründungsjahr hinzugekommenen Mitglieder. Auch der inzwischen verstorbenen Mitglieder wird gedacht.
Zu den Gründern gehören Reinhard Schleenbecker, Hans-Dieter Kienholz, Walter Pausch, Klaus Giß, Arnold Schmidt, Karl Mauracher, Michael Gerth, Ewald Kienholz, Martin Waldschmidt, Herbert Hörr, Johann Reindl, Werner Gerlach, Dieter Haus, Rolf Gerth und Andreas Wagner sowie die beiden inzwischen verstorbenen Mitglieder, Hans-Martin Velten und Heinz Waldschmidt. Wer mit wachem Auge und Sinn für die Natur einen Spaziergang durch die Gemarkung von Fellingshausen unternimmt, wird wahrnehmen, was durch ehrenamtliches Engagement der Mitglieder bewegt wurde. Durch Pflanzaktionen, Anlegen von Feuchtbiotopen und Pflegearbeiten wurde nicht nur der Lebensraum für eine artenreiche Flora und geschaffen, erhalten und verbessert, sondern auch das Landschaftsbild geprägt. Schutz und Hilfe für gefährdete Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Vögel der »Roten Liste«, sind Programm.
Reinhard Schleenbecker - der am heutigen Dienstag übrigens seinen 81. Geburtstag feiert - wurde von der ersten Mitgliederversammlung im Oktober 1985 zum Vorsitzenden gewählt. Bis 1998 stand er an der Spitze, bevor Rolf Gerth seine Nachfolge antrat und bis heute die Geschicke des Vereins lenkt, der 86 Mitglieder plus 50 Kinder und Jugendliche zählt.
Sorge für 275 Nistkästen
Was man nach Vereinsgründung vorfand, war ein durchaus üppiger Bestand an alten Obstbäumen sowie anderer Gehölze. Die galt es zu erhalten. Durch die Kommune wurden Neupflanzungen finanziert, durch die der Bestand so sukzessive ergänzt wurde. Unter sach- und fachkundiger Anleitung Mitwirkung der NVF-Mitglieder konnten bislang über 200 hochstämmige Obstbäume gepflanzt werden. Pflanzschwerpunkte waren die Gemarkungsbereiche Bauroth, Langer Wald und der Weg zum »Stumme Loch«. Hinzu kamen an anderen Stellen Pflanzungen von 70 weiteren großwüchsigen Bäume wie beispielsweise Feldahorn und Winterlinde und von weit über 300 sonstigen Feldgehölzen, allesamt ausgewählt unter dem Aspekt Standortgerechtigkeit. Über alles hat der Beisitzer und ehemalige Schriftführer Walter Pausch genau Buch geführt. Das mit 6000 Quadratmeter größte geschlossene Areal, das der Verein bearbeitete, umfasst den ehemaligen Tagebau am »Stumme Loch«. An vielen anderen Stellen wurden außerdem kleine Teiche und Tümpel angelegt.