25 Jahre Natur- und Vogelschutzverein Fellingshausen
Große Aufmerksamkeit widmet man nach wie vor dem Vogelschutz: Arbeiten sind da das Aufhängen, Kontrollieren und Reinigen sowie Nummerieren der Nistkästen und das Registrieren des Besatzes. 275 Nistkästen und Bruthöhlen wurden aufgehängt und werden betreut. Der Vorsitzende ist auch Beauftragter der Vogelschutzwarte Hessen. Für den Vorder-, den Hinter- und den Kehlbach existieren Bachpatenschaften und eine solche hat der Verein auch für ein Privatgrundstück, das Bruhn’sche Grundstück, übernommen. Im Laufe der Jahre wurden 45 Ruhebänke in Feld, Wald und Flur aufgestellt, die ebenfalls immer in Schuss gehalten werden müssen.
Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, um glaubwürdig zu sein und die Menschen für den Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren, im günstigsten Fall zum Mitmachen zu gewinnen, sagt Rolf Gerth. Großes Ziel ist, den Natur- und Umweltschutzgedanken in den Köpfen zu verankern.
Der Verein lädt zu naturkundlichen Wanderungen ein, unternimmt Tagesfahrten, wirkt bei der »Aktion saubere Landschaft« und bei Arbeiten der Landschaftspflegegemeinschaft mit und ist fester und wichtiger Bestandteil der Dorf- und Vereinsgemeinschaft. Kein Brunnenfest ohne die Mitwirkung des NVF, der auch Heimatpflege betreibt. Um an den Bergbau zu erinnern, der lange Zeit den Alltag auch der Fellingshäuser mitbestimmte, wurde ein Wagen der Eisenerz-Förderanlage nachgebaut. Mit dem erregte man bei Ochsenfesten in Wetzlar und bei Hessentagen schon viel anerkennende Aufmerksamkeit.
Im April vor zwölf Jahren gab es weiteren Aufschwung im Verein - die Gründung einer Jugendgruppe sichert den Bestand der Mitglieder. Mit Engagement und Ideenreichtum, mit Sachkenntnis und viel Herz leitete Michael Gerth die »Jungfüchse«. Rund 50 Mitglieder zählt die Gruppe - nicht immer sind sie vollzählig bei den unterschiedlichen Unternehmungen und auch nicht alle bleiben bei der Stange, aber noch keines ist dümmer geworden. Lehrer der Grundschule Fellingshausen »Am Keltentor« bestätigten bei den Feierlichkeiten zum zehnten Geburtstag der »Jungfüchse«, dass diese Kinder einen deutlichen Wissensvorsprung beim naturkundlichen Unterricht hätten. Gabi Seibert und Petra Dönges unterstützen Michael Gerth bei der verantwortungsvollen Aufgabe und Anfangs waren auch noch Heike Arnold und Bettina Kienholz als Helfer mit dabei. Da werden Nachtwanderungen organisiert und tagscheue Tiere beobachtet, pflanzenkundliche Wanderungen unternommen, da geht’s in den Wald, um den Waldarbeitern beim Fällen von Bäumen über die Schultern zu schauen und zu erfahren, wie früher mit Pferde Holz gerückt wurde und welcher technischer Wandel sich durch den Einsatz von Erntemaschinen vollzogen hat. Zu den »Jungfüchsen« zu gehören, ist eben immer ein Erlebnis. Eisdielen- und Schwimmbadbesuche oder Zeltlager runden das Programm ab. Die Bemühungen des Vereins um den Nachwuchs wurden belohnt mit dem Agenda-Preis der Gemeinde 2005 und ein Jahr später wurde die gleiche Auszeichnung den »Jungfüchsen« selbst zugesprochen. Die waren sogar im Fernsehen, als vor gut drei Jahren der HR mit dem »Dollen Dorf« in Fellingshausen Station machte und das Team um Jens Kölker im altehrwürdigen Backhaus filmte.
Dort wo einst die Ratsstube war, über der »Backstobb«, befinden sich die Räumlichkeiten des NVF, die dieser seit sechs Jahren nutzt.
Der Vorstand im Jubiläumsjahr
Vorsitzender Rolf Gerth; 2. Vorsitzender Willi Römer; Kassiererin Sigrid Balser; Schriftführerin Constanze Gude; Stellvertr.Schriftführer Volker Mattern; Beisitzer Ewald Kienholz, Walter Pausch; Beisitzer Jugendgruppe Jonas Rentrop, Klaus Gerlach; Jugendleiter Michael Gerth. Stellvertretende Jugendleiterin Gabi Seibert. (Foto: Archiv, m)