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100 Jahre "Teutonia" Frankenbach

Artikel vom 08.03.2010 - 17.00 Uhr

100 Jahre "Teutonia" Frankenbach

Biebertal (ws). »Zum Jubiläumsfest wünsche ich dem Gesangverein »Teutonia« eine gute Zukunft mit vielen Menschen, die die Tradition des Singens weitertragen und pflegen«, sagte der Schirmherr des Jubiläums, Manfred Weber, während des Akademischen Abends im Bürgerhaus.
Manfred Weber
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Manfred Weber
Der Gemischte Chor des Jubiläumsvereins unter Leitung von Musikdirektor Gert Schön eröffnete den Abend vor der Kulisse des Frankenbachs-Panoramas und des Jubiläumenblems glanzvoll mit den Chorsätzen »Da unten im Tale« von Johannes Brahms und »Fröhlich klingen unsere Lieder« von Lorenz Maierhofer, in dem es heißt: »Dieser Tag ist uns geweiht«. »Wir sind stolz, dass nach zwei Weltkriegen immer wieder sangsfreudige Mitglieder fanden, die Vereinsarbeit fortführten«, sagte der Vorsitzende Werner Schlierbach und dankte allen Helfern, die zum Gelingen der Festveranstaltungen beitragen.

Moderator Ekkehard Löw ließ die Historie der »Teutonia« Revue passieren. »Die Teutonia ist ein bedeutender kultureller Faktor im Dorf«, so Löw. »In einem Gesangverein zu singen, erforderte zu jeder Zeit ein hohes maß an Idealismus. In einer Zeit zunehmender Individualisierung kann man Sängerinnen und Sängern eines Gesangvereins nur große Bewunderung aussprechen«, sagte Schirmherr Manfred Weber und erinnerte daran, dass sein Großvater Wilhelm Reeh 1. Vorsitzender der »Teutonia« war und den Verein auch wieder mit aktivierte. Er überreichte symbolisch ein Jubiläums-Polo-Shirt, das alle »Teutonen« erhalten, an den Vorsitzenden Werner Schlierbach.

Glückwünsche der Kreisgremien überbrachte Landrätin Anita Schneider und sagte: »Arbeit des Vereins lebt vom persönlichen Interesse, vom gesellschaftlichen Tun und vom Singen im Chor, das verbindet.« Sie überreichte zum Jubiläum einen Scheck. - »100 Jahre sind eine stolze Zeit. Der Verein bewegte sich nicht immer in ruhiger See. Durch die technische und gesellschaftliche Entwicklung ist es schwierig, die Jugend für den Verein zu gewinnen. Möge es der Teutonia gelingen, Sängernachwuchs zu finden«, führte Bürgermeister Bender aus und übereichte ein Geldpräsent. - Für die vier Ortsvereine gratulierte Ekkehard Löw und überreichte ein Präsent. - Der Vorsitzende des Sängerkreises Gießen, Claus Schmidt übermittelte auch die Grüße des Hessischen Sängerbundes. - Die Glückwünsche der Ev. Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Günter Schäfer , die der Freien Ev. Gemeinde Pastor Jochen Paul: Beide sprachen vom Gesang als Gottesgabe. Auch die Sparkasse Wetzlar überreichte ein Geldpräsent.

Sängerkreisvorsitzender Claus Schmidt ehrte Helmut Bernhardt für 40jährige aktive Sängertätigkeit und Marion Blahusch für 25jährige Vorstandsarbeit. Der für 25 Jahre Mitgliedschaft zu ehrende Gerhard Brück und die für 40 Jahre Mitgliedschaft zu ehrenden Willi Cloos und Norbert Jauernig konnten nicht anwesend sein. - Anschließend intonierten die Chorgemeinschaft Harmonie Kleinlinden und der Teutonia Frankenbach gemeinsam unter Musikdirektor Gert Schön und zu Klavierbegleitung von Annette von Malek das »Largo« aus der Oper »Xerxes« von Händel und »Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre!« (von Beethoven). - Das Singen der befreundeten Chöre - Harmonie Krumbach, Concordia Fellinghausen, KSG Bieber (alle unter Leitung von Lydia Peiß), Eintracht Vetzberg (Leitung Christoph Scholz) und Harmonie Kleinlinden (Leitung Musikdirektor Gert Schön) schloss sich an. Der GV Harmonie Krumbach eröffnet den musikalischen Reigen mit »Abend wird es wieder« und „Nun will der Lenz uns grüßen“. Die Concordia Fellingshausen erfreute mit »Drei gute Dinge« und »Die kleine Mara«, die »Eintracht« Vetzberg brachte ein Medley aus »A Concert Celebration« gekonnt auf die Bühne. Die KSG Bieber wusste mit »Entflieh mit mir« und »Still ruht der See« zu gefallen. Die Harmonie Kleinlinden sang das Spiritual »My Lord, what a morning« und den »Abendsegen«. Alle Chöre krönten zum Abschluss gemeinsam den musikalischen Part mit »Neigen sich die Stunden« (Musik Lorenz Maierhofer). Auch dafür gab’s vom Publikum großen Applaus. Die Liedbeiträge waren eine gute Werbung für den Chorgesang.

Während des Liederabends am Samstag gratulierten die Biebertaler Gesangvereine »Liederfreund« Königsberg und »Eintracht« Rodheim sowie die Gesangsabteilung der SKG Rodheim dem Jubiläumsverein mit einem bunten Liederstrauß auf hohem musikalischem Niveau. Der Jubiläumsverein begrüßte die Besucher im Frankenbacher Bürgerhaus auch an diesem Abend glanzvoll mit den Chorsätzen »Da unten im Tale« von Johannes Brahms und „Fröhlich klingen unsere Lieder«. Der Vorsitzende der »Teutonia«, Werner Schlierbach, hieß die gut 150 Besucher und Gäste, darunter Biebertals Erster Beigeordneter Peter Kleiner, Vertreter der Gemeindegremien, Schirmherr Manfred Weber, Ehrenvorsitzende Mechthild Bechthold und die Gastvereine herzlich willkommen. »Möge das 100jährige Jubiläum der »Teutonia« mit dazu beitragen, weitere Freunde des Chorgesanges zu gewinnen«, sagte Werner Schlierbach. Die Moderation auch dieses Abends hatte Ekkehard Löw übernommen. Er gab einen historischen Rückblick auf die Geschichte der Teutonia, die seit 1910 ein bedeutender kultureller Faktor im Dorf ist, und ging auf die Bedeutung des Namens »Teutonia« ein.



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Artikel vom 08.03.2010 - 17.00 Uhr
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