Wie immer ist das Programm eines der best gehüteten Geheimnisse in Gronau. Für die WZ umschrieben sie die Inhalte ihrer drei Shows. Am Samstagabend erwarte die Besucher eine fetzige Show, deren Mischung sich an alle Generationen richte. Am Sonntagabend nehmen die 20 Darsteller ihre Zuschauer mit auf eine Zeitreise voller Wagnisse, Abenteuer, Heldenmut und Tollkühnheit. Und am Montagabend dürfen sich die Besucher auf »einen spaßigen Ausflug für die ganze Familie« freuen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. »Wir Kerbeburschen sind stolz auf unser neues, bahnbrechendes Programm. Wir wollen jedes Jahr für unsere vielen Fans ein bisschen besser werden«, so Ziese.
Für die 20 jungen Männer begann die Kerb bereits gestern. Sie fuhren in den Stadtwald, um kleine Birkenbäumchen zu holen, diese mit bunten Bändern zu schmücken und in den Gronauer Straßen aufzustellen. Abends wurden die letzten Handgriffe am Festzelt erledigt. Heute geht es erneut mit einem Konvoi aus Traktorgespannen und Feuerwehr-Begleitfahrzeugen in den Wald. Dort suchen die Burschen den Kerbbaum, eine Birke, aus, um ihn eigenhändig zu fällen. Dann fahren sie zu Marie Schmidt in die Neue Straße. Dort wartet die von mehreren Müttern hergestellte und ausstaffierte Kerblies auf die Burschen. Mit ihr geht es zum Festzelt, wo der Kerbbaum aufgestellt wird und die Lies zum ersten Mal auf ihrem Thron Platz nimmt. Um 20 Uhr eröffnet Ehrenkerbebursch Dr. Thomas Stöhr gemeinsam mit den 20 aktiven und 40 Ehrenkerbeburschen das Fest. Danach spielt die neue Band »Four for you« zum Tanz auf. Ab 22 Uhr beginnt das erste der drei Showprogramme. Am Sonntag geht es um 10 Uhr zum Gottesdienst ins Festzelt mit Pfarrer Hans Karl Heinrich und der Evangelischen Kirchenband Gronau. Abends steht nach dem Tanzvergnügen ab 20 Uhr das zweite Showprogramm an. Dem Frühschoppen am Montag ab 10 Uhr folgt um 14 Uhr der Umzug mit Musik und Eiersammelaktion. Vor der dritten Show am Abend – Beginn ist um 20 Uhr – folgt die Ziehung der ersten drei Preise des Kerblosverkaufs. Traditionell ist der erste Preis eine lebende Sau, der zweite ein Spanferkel und der dritte eine Torte.
Nach der Show walten die beiden »Kerbpfarrer« Markus Lorenz und Martin Mohr ihres Amtes. Sie verlesen die Kerbsünden, erteilen allen den Kerbsegen, verbrennen die Kerblies auf dem Fuchsschwanz und übergeben ihre Überreste in einer Flussbestattung an Nidda und Nidder.