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Blutrünstige Vampire tanzen im Kurhaussaal

Artikel vom 01.12.2008 - 18.34 Uhr

Blutrünstige Vampire tanzen im Kurhaussaal

Bad Vilbel (cf). Das Gruselfieber hatte am Wochenende die Quellenstadt fest im Griff. Im Kurhaus bereitete sich Graf von Krolock (Norbert Baumgartl) zusammen mit seiner treuen Gefolgschaft aus Untoten und Vampiren auf die Übernahme der Weltherrschaft vor. Wie diese aussieht, erlebten beim »Tanz der Vampire« am Freitag- und Samstagabend über 700 Zuschauer aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Die Mitglieder des vor acht Jahren gegründeten »Trash Girls Show Team« feierten mit dem »Grusical mit Biss« einen Riesenerfolg.
Erstmals inszeniert hatten die Vilbeler Musicalfans die Geschichte des kollektiven »Blutrauschs« aus dem sagenumwobenen Transsilvanien als private Gruppe vor zehn Jahren. Dieses Mal wurden sie bei ihrem in zwei Akten inszenierten Schrecken von der Karbener Showtanzgruppe »Elle’ments« mit Annika Konczak, Kristina Wulf, Janina Milnerowicz, Steffi Holthorf, Nicole Leistikow, Nadine Erhard, Jenny Prokopp und Andrea Andrei unterstützt.

Trainerin Nadine Schumacher und ihre zehn Tänzerinnen belebten mit ihren temperamentvollen Tanzeinlagen zahlreiche der 24 Szenen. Die peppigen Aufführungen bestachen durch das perfekte Zusammenspiel von Musicaldarstellern und Tanzgruppe. Beide Gruppen bewegten sich synchron im Takt der mitreißenden Musik. In ihren prächtigen Kostümen waren sie eine wahre Augenweide.

Schon beim Betreten des Kurhausfoyers wurden die Besucher mit einem offen stehenden Sarg auf die gespenstischen Ereignisse der kommenden Stunden eingestimmt. Auf einem Schild neben dem verlassenen Sarg hatte der Bewohner die Botschaft »Komme gleich wieder» an die hereinströmenden Musicalfans hinterlassen. Gestärkt durch Blutampullen und andere kulinarische »Genüsse« aus dem Reich der Vampire stiegen die Besucher mit einem mulmigen Gefühl im Bauch die Treppen zum ersten Stock hinauf. Dort fanden sie sich in einer düsteren Landschaft wieder. Spinnen hatten ein dichtes Netz um den Eingang einer geheimnisvollen Gruft gewebt. Zähe Nebelschwaden hüllten die gespenstische, von roten und gelben Spots erhellte Gegend »hinter den Wäldern» in ein unwirkliches Licht.

Inmitten der unheimlichen Szenerie tauchte ein Wirtshaus in der Nähe des auf einem hohen Berg stehenden, sagenumwobenen Schlosses von Graf von Krolock auf. Der Weg zwischen dem Eintritt in die Unterwelt und dem Schauplatz des Geschehens auf der Bühne war mit alten Grabsteinen gepflastert. Die Handlung des Stückes spielte auf mehreren Ebenen: Vor der Bühne, inmitten des Publikums, auf der Bühne und eine Etage höher in den Kulissen.

Zur Handlung: Der ehrgeizige Professor Abronsius aus Königsberg (Jan Hause) will gemeinsam mit seinem einfältigen Assistenten Alfred (Oliver Ramme) die Vampire in dieser Gegend studieren, um sie dann auszulöschen. »Der Körper der Untoten ist verloren. Ihre Seele kann mit einem Dolchstoß durchs Herz gerettet werden», weist der Professor seinen ängstlichen Assistenten an. Auf der Suche nach dem Herrn der Untoten irrt das Paar während eines Schneesturms durch die verschneiten Wälder. Der entkräftete Alfred sieht sein Ende kommen »Die Zeitungen werden schreiben: Wissenschaftler in Transsilvanien umgekommen. Aber keiner wird wissen, dass ich es war», jammert er.



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Artikel vom 01.12.2008 - 18.34 Uhr
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