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04.03.2010 - 16.36 Uhr
Amiwiesen-Anwohner und Stadt führen Gespräche
Bad Vilbel (süd). Vertreter des Vereins »Rettet die Amiwiese« sprechen zurzeit mit der Stadt über die Verkehrsberuhigung der geplanten Durchgangsstraße in dem Neubaugebiet auf dem Heilsberg. Dr. Uwe Wittstock, Sprecher der Initiative, schloss bei einem »guten Ergebnis« dieser Gespräche einen außergerichtlichen Vergleich nicht aus. Das sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der WZ.
Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel ist noch eine Normenkontrollklage von zehn Bürgern gegen den Bebauungsplan »Taunusblick« anhängig.
Im Dezember sei es zu einer ersten Kontaktaufnahme durch die Stadt gekommen, berichtete Wittstock. Es werde darüber gesprochen, wie die neue Durchgangsstraße verkehrsberuhigt gestaltet werden kann. Sein erstes Ziel sei weiterhin, die Bebauung der Amiwiese und somit auch eine neue Durchgangsstraße zu verhindern. Wenn diese jedoch komme, sollte sie wenigstens verkehrsberuhigt werden. Die Vertreter der Stadt hätten bekundet, zwischen den Anwohnern der Straßen, die den Heilsberg erschließen, Gerechtigkeit herstellen zu wollen. Da Friedensstraße, Am Hang und Samlandweg recht schmal seien, bestehe die Gefahr, dass die neue Straße zu einer Rennstrecke werde, fürchtet Wittstock. Die Bürgerinitiative habe Gestaltungsvorschläge gemacht, nun müsse man sehen, ob es in Verhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis komme. Die für Ende März angesetzte mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof soll auf Vorschlag des Vereins und mit Zustimmung der Stadt verschoben werden, damit mehr Zeit für die nun begonnenen Gespräche bleibe. Er hoffe, dass diese zu einem guten Ende kommen, so der Vereinssprecher.
Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr bestätigte die Gespräche über die Verkehrsberuhigung. Die wolle man »einvernehmlich hinbekommen«, zumal der Bebauungsplan hierfür keine Vorgaben mache. Er sei in dieser Angelegenheit gesprächsbereit, stehe ansonsten grundsätzlich zur Umsetzung des Bebauungsplans.