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44-jähriger Massenheimer ist vermutlich erstickt

Artikel vom 12.01.2012 - 10.45 Uhr

44-jähriger Massenheimer ist vermutlich erstickt

Bad Vilbel (khn). Der 44-jährige Massenheimer, der in der Nacht zu Freitag tot in einem Betonrohr in der Gemarkung Riedquelle gefunden wurde, ist vermutlich erstickt. Zu diesem Schluss kommen die Rechtsmediziner, die den Jäger und Gastronomen am Mittwoch in Frankfurt obduziert haben.

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In diesem Entwässerungsrohr ist der 44-Jährige geborgen worden. (Foto: khn)
Die Polizei geht davon aus, dass der Mann in das Entwässerungsrohr mit 60 Zentimeter Durchmesser gekrochen war, um seinen entlaufenen Hund zu suchen.

Die Rechtsmediziner schließen aus, dass der Familienvater ertrunken ist. »Es liegt außerdem kein Hinweis auf Fremdverschulden oder Selbsttötung vor«, sagte Polizeisprecher Jörg Reinemer gegenüber der Wetterauer Zeitung. »Damit handelte es sich wohl um einen tragischen Unfall«.

Der 44-Jährige hatte sich am Donnerstag gegen Mittag von seiner Familie verabschiedet und war zusammen mit seinem Hund in die Gemarkung Riedquelle gefahren. Dort stellte er sein Auto an einem Feldweg ab und ging ins Feld. Weil er sich nicht mehr meldete, wurden Verwandte stutzig, riefen die Polizei an und starteten eine Suchaktion. Beteiligt waren mehrere Streifenwagen, ein Hubschrauber mit Wärmebildkameras sowie Bekannte des Gastronoms. Später kamen noch 20 Feuerwehrleute hinzu.

Erst gegen Mitternacht kamen die Suchtrupps dank des Einsatzes eines speziellen Suchhundes auf die entscheidende Spur: Der Mantrailer-Hund, den die Polizei aus dem Rheinland angefordert hatte, schlug an dem Rohr an und bellte. Die Suchenden hatten hier zuerst nicht weitergesucht, weil der Eingang, der hinter Wildwuchs und zahlreichen Hecken liegt, mit Schlamm und Matsch teilweise bedeckt war.

Ein Feuerwehrmann mit Atemmaske kroch – gesichert mit einem Seil – in die Röhre. Der kleine Tunnel, durch den man sich nur kriechend bewegen kann, führt leicht ansteigend 20 Meter hoch ins Erdreich. Dann knickt er ab. Etwa 30 Meter vom Eingang entfernt fand der Feuerwehrmann schließlich den Massenheimer, konnte ihn aber nur noch tot bergen.

Endgültige Klarheit über die Todesursache sollen weitere Untersuchungen in den kommenden Tagen ergeben. Falls die Staatsanwaltschaft den Leichnam freigibt, soll es am Samstag, 14. Januar, um 11 Uhr eine Trauerfeier in der katholischen Kirche in Massenheim geben.

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Artikel vom 12.01.2012 - 10.45 Uhr
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