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44-Jähriger stirbt bei der Suche nach seinem Hund

Artikel vom 07.01.2012 - 12.17 Uhr

44-Jähriger stirbt bei der Suche nach seinem Hund

Bad Vilbel (khn). Der tragische Unfall in Massenheim beschäftigt die Polizei. Ersten Ermittlungen zufolge war der 44-Jährige auf der Suche nach seinem entlaufenen Hund in eine Betonröhre nahe der Riedquelle gekrochen.

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Der Polizeibeamte Mirko Bode am Fundort des 44-jährigen Jägers. Bode hat zu den ersten Beamten gehört, die zur Suche an die Riedquelle gekommen sind. (Foto: khn)
Der 44-Jährige hatte sich gegen 12.30 Uhr von zu Hause verabschiedet. Der Jagdpächter wollte wohl zusammen mit seinem Hund Fallen überprüfen. Später hatte er geplant, seine Kinder abzuholen. Als er sich nicht mehr meldete, verständigten die Angehörigen gegen 16.15 Uhr die Polizei.

Ein Verwandter hatte das Auto des Jägers auf einem Feldweg nahe der Riedquelle – zwischen Nidda und Bundesstraße – gefunden. Sofort startete die Suchaktion, an der sich bis Mitternacht mehrere Streifenwagenbesatzungen, 20 Feuerwehrleute sowie Freunde, Verwandte und Bekannte des Mannes beteiligten. Eingesetzt wurde auch ein Hubschrauber sowie eine Hundestaffel. Wie ein Polizist gegenüber der WZ erklärte, verlief die Suchaktion zunächst erfolglos.

Im Verlauf der Ermittlungen hätten die Beamten aber erfahren, dass sich etwa 50 Meter vom Auto entfernt eine Art Entwässerungsrohr befindet, sagt Polizeisprecher Jörg Reinemer. Die Betonröhre ist seit einiger Zeit stillgelegt, befindet sich hinter Wildwuchs sowie zahlreichen Hecken und hat einen Durchmesser von etwa 60 Zentimetern. »Die Öffnung des Rohres war im unteren Bereich von eingeschwemmter Erde bedeckt«, erklärt Reinemer. Die Öffnung sei deshalb nur 40 Zentimeter hoch gewesen. Ein spezieller Personensuchhund – im Fachjargon Mantrailer-Hund genannt – habe dort Signal gegeben. Feuerwehrleute beseitigten den Matsch, suchten mit Hilfe von Atemschutzgeräten die Röhre ab und fanden den 44-Jährigen.

Die Röhre führt nach Angaben der Polizei gerade und leicht ansteigend 20 Meter hoch ins Erdreich. Dann knickt sie nach rechts ab. Etwa 30 Meter vom Eingang entfernt fanden die Feuerwehrleute den 44-Jährigen.

Sein Hund, der am Donnerstag noch als verschwunden galt, konnte am Freitag nur noch tot aus dem Rohr geborgen werden. Die Todesursache steht noch nicht fest. Es könnte nur spekuliert werden, ob der Jäger ertrunken, erstickt oder einen Herzinfarkt erlitten habe, sagt der Polizeisprecher. Die Obduktion ist für den kommenden Montag geplant.

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