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Witzel kontert Dietz: »Hat für seine Heimatstadt bisher nichts geleistet«

Artikel vom 12.03.2010 - 23.00 Uhr

Witzel kontert Dietz: »Hat für seine Heimatstadt bisher nichts geleistet«

Bad Nauheim (jw). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Dietz hat die UWG aufgefordert, sie möge Bürgermeister Bernd Witzel (UWG) »aus dem Dornröschenschlaf wachküssen«. Witzel hat nun »kein Verständnis mehr« für die »ständigen Angriffe« und die »polemische Art« von Dietz. Und er schlägt zurück.
Klaus Dietz
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Klaus Dietz
Die CDU habe nicht verkraftet, dass der Bürgermeister nicht aus ihren Reihen stammt, und Dietz, dessen Selbstüberschätzung »keine Grenzen« kenne, habe als Landtagsabgeordneter in Wiesbaden für seine Heimatstadt bisher »absolut nichts« geleistet, sagt Witzel. Statt sich auf Beleidigungen zu konzentrieren, solle Dietz darüber nachdenken, warum die CDU nicht den Bürgermeister stellt. Die Bürger hätten eben erkannt, »dass in den vergangenen Jahrzehnten unter der Regie vornehmlich der CDU die Stadtentwicklung mehr als gelitten hat«. Auch fragt sich Witzel, was der Landtagsabgeordnete Dietz bisher für seine Heimatstadt in Wiesbaden geleistet habe: »Fazit: Absolut nichts. Alle Verhandlungen in Bezug auf die Durchführung der riesigen Umstrukturierung in der Stadt Bad Nauheim wurden einzig und allein vom Bürgermeister selbst mit der Landesregierung, zu der ich ein freundschaftliches Verhältnis pflege, geführt. In vielen Fällen war der Name des Landtagsabgeordneten Dietz bei den zuständigen Stellen in Wiesbaden nicht einmal bekannt.«

Im Hinblick auf die im Pressebericht erhobenen Vorwürfe stellt Witzel klar, »dass die vorstehenden riesigen Investitionen in den Erhalt des Eisstadions nicht nur jetzt, sondern auch in die Zukunft ein ›Millionengroschengrab‹ wird und ein neues Eisstadion, eingebunden in ein Konzept, das auch finanziell durchgerechnet war, auch höhere Einnahmen garantiert hätte«.

In Bezug auf die Folgekostenberechnung im Bereich der Grünpflege für die Gelände, die für die Landesgartenschau neu geschaffen wurden, liege ein umfangreiches Konzept vor, das Dietz scheinbar nicht zur Kenntnis genommen habe. Witzel: »Im Gegenteil: Es wird auf Betreiben der CDU ein Beschluss getroffen, den Pflegestandard der Friedhöfe zu reduzieren, um die Gebührenerhöhungen zu vermeiden.« Der Bürgermeister ist »gespannt, wie die Bürger unserer Stadt diese Maßnahme, sollte sie umgesetzt sein, akzeptieren«. Die Friedhöfe der Stadt glichen parkähnlichen Anlagen, große Teile stünden unter Denkmalschutz, der Pflegestandard dürfe auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Auch Dietz’ Äußerung zur Windmühle zeige, »dass der Horizont des Landtagsabgeordneten etwas erweitert werden sollte.« Die Stadt hätte hier die einmalige Chance gehabt, ein historisches Industrie-Denkmal mit wenigen Haushaltsmitteln für die Zukunft zu erhalten und die Tradition der Salzgewinnung vieler Jahrzehnte zu demonstrieren, meint der Bürgermeister.

Dass die CDU nun von einer moderaten Kindergartengebühr spreche, sei »einzig und allein der UWG zu verdanken«, da sie die extreme Erhöhung der Kita-Gebühren seitens der CDU nicht mitgetragen habe. Witzel: »Herr Dietz sollte endlich aufhören, den Bürgern die Unwahrheit zu vermitteln.«



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