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Schlotter! Bibber! Fröstel! Frier! Die Kälte ist da

Artikel vom 03.02.2012 - 15.02 Uhr

Schlotter! Bibber! Fröstel! Frier! Die Kälte ist da

Friedberg/Bad Nauheim (jw). Brrrrrrrr! Kalt ist es. Bitterkalt. Und schuld daran ist Dieter. So heißt das Kältehoch, das eisige Temperaturen von Sibirien nach Westeuropa bringt und nun auch die Wetterau frieren lässt.

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Elchtest für Wasservögel: Der kleine Teich im Kurpark ist am Rand zugefroren. Für den Schwan eine Überraschung: Patsch, patsch, plumps, schon liegt er quer. (Fotos: nic)
Kleiner Trost: Im Norden von Sibirien herrschen minus 60 Grad, so kalt wird’s hierzulande dann doch nicht. Aber wie geht man mit minus 15 Grad um? Was muss man beachten, was sollte man tunlichst vermeiden? Die WZ hat sich umgehört, von der Obdachloseneinrichtung bis zum Heizungsbauer.

Der Waldkindergarten »Wurzelpurzel« ist bei Wind und Wetter draußen. Warum nicht auch bei Kälte? »Wenn man warm angezogen ist, sich bewegt und die Sonne scheint, geht das«, sagt Katrin Allstädt, Vorsitzende des Trägervereins. Die Kinder machen jetzt zwar vermehrt Ausflüge, aber in den Wald geht’s trotzdem fast jeden Tag. Nur der Schnee fehlt. »Im letzten Jahr konnten wir Schlitten fahren und Popo-Rutschen. Zweimal runterfahren und den Hang wieder hochlaufen: Da wird’s einmal schnell warm«, weiß Allstädt.

»Obdachlose sind alle untergekommen«

Kein Spaß ist die Kälte für Obdachlose. In der Wetterau sei das aber kein Problem, sagt Klaus Zschernitz vom Karl-Wagner-Haus in Friedberg. Der Einrichtung für Wohnsitzlose ist derzeit niemand bekannt, der auf der Straße lebt. »Wenn es diese Leute gäbe, wären sie akut gefährdet.« Dass alle untergebracht sind, ist laut Zschernitz »das Resultat unserer guten ambulanten Arbeit«: Die Sozialarbeiter sprechen Obdachlose an, bieten Beratung sowie Schlafstätten in Notunterkunft oder Wohnheim. In Frankfurt sei die Lage anders. Zschernitz: »Dort fährt der Kältebus von Platz zu Platz und versorgt die, die ›Platte machen».« Im Karl-Wagner-Haus gebe es noch freie Plätze und auch mit warmer Kleidung könne man helfen.

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Reibung erzeugt Wärme, doch bei zweistelligen Minusgraden hilft auch das nicht viel. Der Fachmann empfiehlt: Handschuhe anziehen.
Daunenjacken haben Konjunktur

Überhaupt ist warme Bekleidung derzeit unerlässlich. Roman Ruths, Mitinhaber des gleichnamigen Bekleidungshauses auf der Friedberger Kaiserstraße, berichtet, dass die Kundenfrequenz seit Montag deutlich zugenommen hat; an diesem Tag startete früher der Winterschlussverkauf. Vor allem Mäntel, Daunenjacken und Parkas würden viel verkauft, Markenprodukte zum regulären Preis, dafür erhalten die Kunden einen Obolus: »Zu Daunenjacke oder Parka gibt’s die passenden Handschuhe oder eine Kapuze mit Fell kostenlos dazu«, sagt Ruths. Im Handel gebe es ein Umdenken. Zwar würden 90 Prozent der Bekleidungsgeschäfte jetzt reduzierte Ware anbieten. Immer mehr Inhaber und die Industrie setzten aber auf Qualität zum regulären Preis. »In den Alpen ist das gang und gäbe. Das Rhein-Main-Gebiet zieht nach.«

Hautarzt rät: Warm anziehen



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Artikel vom 03.02.2012 - 15.02 Uhr
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