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Kurpark-Zaun: Witzel soll Beschluss umsetzen

Artikel vom 17.08.2010 - 10.15 Uhr

Kurpark-Zaun: Witzel soll Beschluss umsetzen

Bad Nauheim (bk). Eine breite Abwehrfront bildet sich offenbar gegen die Pläne von Bürgermeister Bernd Witzel, entgegen früherer Ankündigungen den Zaun um den Kurpark nach dem Ende der Landesgartenschau (LGS) doch stehen zu lassen, um den Vandalismus wirkungsvoll bekämpfen zu können.
Zu abgelegen? Die fraktionslosen Stadtverordneten Simon und Theis schlagen vor, den Goldsteinpark-Wakdspielplatz an einen andere
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Zu abgelegen? Die fraktionslosen Stadtverordneten Simon und Theis schlagen vor, den Goldsteinpark-Wakdspielplatz an einen anderen Standort zu verlegen. (WZ-Archivfoto: nic)
Grüne, FDP sowie die fraktionslosen Stadtverordneten Dr. Hans-Joachim Simon und Markus Theis sprechen sich eindeutig gegen den Witzel-Vorschlag aus. Unterschiedliche Vorstellungen gibt es zur künftigen Nutzung des Goldsteinparks. Eine ausgefallene Idee haben Simon und Theis: Sie wollen den neuen Waldspielplatz abbauen und an anderer Stelle wieder errichten lassen. Grund: Der jetzige Standort sei zu abgelegen.

»Sind die langen Diskussionen, ob wir überhaupt einen Zaun brauchen, die Widerstände der Bürger gegen diesen Zaun und das Versprechen, den Zaun nach der Landesgartenschau sofort wieder abzubauen, so schnell vergessen?«, fragte Grünen-Fraktionschefin Brigitta Nell-Düvel. Durch diesen Vorschlag des Bürgermeisters werde die Glaubwürdigkeit der Politiker beschädigt. Es sei zudem zweifelhaft, ob mit einem Zaun Vandalismus verhindert werden kann. Lösungen sollten deeskalierend angelegt sein. »Wir haben das Anbringen einer Videoüberwachung im Sprudelhof befürwortet: Die Täter können identifiziert werden, aber die Allgemeinheit muss nicht darunter leiden«, erklärte Nell-Düvel.

Die Grünen kritisieren zudem, dass zwei Monate vor dem Ende der LGS keine überzeugenden und abgestimmten Nachnutzungskonzepte vorliegen. Nell-Düvel: »Bis heute gibt es keine konkreten Pläne, wie das Gelände ab Oktober genutzt und finanziert werden soll.« Den Goldsteinpark habe man kostenintensiv umgestaltet, vor allem das Gartenforum sei von Anfang an umstritten gewesen. Wenn Witzel vorschlage, die Themengärten zu erhalten, müsse er auch ein Finanzierungskonzept vorlegen. Ein Zuschuss der Landesregierung sei nicht zu erwarten. In den nächsten Monaten müssten die Versäumnisse geheilt und im Konsens ein Konzept mit Leben erfüllt werden. Vorschläge aus der Bürgerschaft müssten dabei berücksichtigt werden.

»Festplatz für Großveranstaltungen erhalten«

»Der Kurpark-Zaun muss nach der LGS ohne Wenn und Aber abgebaut werden«, betonte FDP-Vorsitzender Pascal Coppieters. Ein entsprechender Stadtverordnetenbeschluss sei vor langer Zeit gefasst worden. Der Bürgermeister wird von der FDP aufgefordert, sein »mehrmals gegebenes Versprechen gefälligst einzuhalten«.

In Sachen Goldsteinpark fordern die Liberalen in einem Antrag, den Festplatz als ständigen Ort für Großveranstaltungen zu erhalten. Dieser Platz sei für diesen Zweck besonders geeignet, außerdem seien am Bahnhof genügend Parkplätze vorhanden. Im Gegensatz zum Kurpark soll die Einfriedung des Goldsteinparks nach Ansicht der FDP erhalten bleiben. Spielplatz und Gartenforum müssten geschützt werden. Tagsüber müsse der freie Zugang zum Gelände gewährleistet sein.

»Teure Last Waldspielplatz«



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Artikel vom 17.08.2010 - 10.15 Uhr
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