Hochwaldkrankenhaus schneidet bei Test sehr gut ab
Bad Nauheim (khn). Das Hochwaldkrankenhaus ist laut Krankenhausnavigator der AOK eine der besten südhessischen Kliniken im Bereich künstlicher Hüft- und Kniegelenke. In vier bis fünf Kategorien schneidet das Haus entweder durchschnittlich gut oder überdurchschnittlich gut ab.
»Es freut mich ausgesprochen, dass wir in dieser Liste mit renommierten Häusern aufgelistet sind«, sagt Dr. Michael Pröbstel, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie Orthopädie.
Basis des »AOK-Gesundheitsnavigators« ist die Weiße Liste. Bei dem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen handelt es sich um ein Internetportal, in dem sich Patienten über das Leistungsangebot und die Qualität von rund 2000 Krankenhäusern in Deutschland informieren können. Grundlage sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden.
Der Navigator der Krankenkasse sei repräsentativ, sagt Stephan Gill, Sprecher der AOK Hessen. »Denn bei uns sind 30 bis 40 Prozent aller Krankenhauspatienten versichert.« Wichtig: Die Liste mit den 16 Krankenhäusern sei kein Ranking. »Alle erwähnten Kliniken bieten gute Leistungen an.« Ziel des Portals, das im Internet unter www.aok-gesundheitsnavi.de erreicht werden kann: »Die Patienten sollen nicht nur in Kliniken gehen, die bei ihnen in der Nähe sind«, sagt Gill, »sondern sie sollen nach Qualität entscheiden.«
Ähnlich klingt es bei Dr. Pröbstel, auch wenn er das Problem eher darin sieht, dass das Hochwaldkrankenhaus im Spannungsfeld zwischen den großen Kliniken in Frankfurt und Gießen stehe. »Aber Patienten aus der Region müssen nicht dahin, um gut versorgt zu werden«, betont er. »Hier sind erfahrene Leute am Werk.« Während er als Chefarzt bisher 1000 Hüften implantiert habe, behandelten die Chefs in großen Kliniken nur die Privaten, sagt er.
Für Pröbstel habe die AOK-Auflistung Aussagekraft, »denn sie ist auch im Interesse der Krankenkasse«. Wenn sich Patienten an die Empfehlungen hielten, gingen sie zu Kliniken, in denen weniger Komplikationen aufträten - »und so spart die Kasse sehr viel Geld«. Der Vorteil für die Ärzte: »Es ist kein subjektives Ranking, in dem Patienten direkt nach der Behandlung ihren Frust loswerden.« Portale wie die Weiße Liste unterstützt Pröbstel. »Es ist gut, wenn ein Patient informiert in die Sprechstunde kommt«, sagt er. Wer aufgeklärt sei, mit dem könne man sich auch vernünftig auseinandersetzen.