Bad Nauheim (pp/pm). Künftig haben Künstlerinnen und Künstler sowie vor allem kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger Bad Nauheims und Umgebung die Möglichkeit, sich in einem neuen Verein zu engagieren, der sich Kunst und Kultur verschrieben hat: »Kunstvoll« soll sein Name sein. Aus diesem Grunde treffen sich am 22. Februar um 19 Uhr besagte engagierte und interessierte Menschen im Sportheim, Hauptstraße 102, kleiner Saal, um den Kulturverein »Kunstvoll« aus der Taufe zu heben.
Sie wollen Bad Nauheim »Kunstvoll« nach vorne bringen und hoffen auf weitere engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter bei der Gründungsversammlung des neuen Vereins. (Foto: pv)
Den geistigen Vätern und Müttern des neuen Vereins geht es vor allem darum, sich hier ehrenamtlich zu engagieren, die Kunstszene in Bad Nauheim auszubauen und zu vernetzen und so das Profil der Stadt Bad Nauheim im Bereich der Bildenden Kunst auf ein neues Plateau zu heben. Ein ehrenhaftes und anspruchsvolles Unterfangen, zu dem alle Kulturinteressierten eingeladen sind, sich fortan als Mitglieder zu engagieren.
Was das Nutzungskonzept der sanierten Trinkkuranlage vorsah, die neue Galerie »Trinkkur« durch ein abwechslungsreiches und unverwechselbares Ausstellungsangebot auf hohem Niveau mit Leben zu füllen, ist somit erfolgreich vollbracht. Nach vier Jahren ist es unter der Federführung des Bad Nauheimer Fachbereichsleiters für Kultur, Johannes Lenz, gelungen, einen Grundstein für ein ganz besonderes Kunst- und Kulturangebot zu legen.
Hintergrund war der Gedanke, den Bereich der Kunstausstellungen im Rahmen einer Institutionalisierung zu verselbstständigen. So kamen im Frühjahr 2009 auf Einladung durch Johannes Lenz erstmals Künstlerinnen und Künstler sowie kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger an einem runden Tisch zusammen, um über das Konzept eines anspruchsvollen Ausstellungsprogramms in Bad Nauheim zu sprechen. In vielen Zusammenkünften sind neben einem qualitätsvollem Konzept die Satzung für den gemeinnützigen Kulturverein und dessen Name »Kunstvoll« erarbeitet worden. Der Magistrat und die zuständigen Ausschüsse haben das Konzept grundsätzlich beschlossen und besonders die Übergabe einer kommunalen Aufgabe an kompetente, ehrenamtlich wirkende Bürger begrüßt.
Damit war der Startschuss für die mittlerweile 30-köpfige Arbeitsgruppe freigegeben, in weiteren Sitzungen die ersten Ausstellungsthemen für 2011 zu erarbeiten. Das Vereinskonzept sieht vor, die Galerie Trinkkur ganzjährig mit Kunst zu bespielen und das ohnehin weit gefächerte kulturelle Angebot der Stadt durch mindestens fünf Ausstellungen, Kunstaktionen sowie Veranstaltungen zu erweitern.
Dem bisherigen Ausstellungsnutzen der Galerie Trinkkur lag kein strukturelles noch inhaltliches Konzept zugrunde. Interessenten konnten gegen die Zahlung der Mietkosten die Ausstellungsräume ohne Einschränkungen (auch bezogen auf die künstlerische Qualität der Exponate) nutzen, was sich in einem eher unregelmäßigen Ausstellungsangebot von unterschiedlichem Niveau niederschlug.