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Ein Opern-Phantom ohne Alter

Artikel vom 09.03.2010 - 17.24 Uhr

Ein Opern-Phantom ohne Alter

Bad Nauheim (con) Seit beinahe zwanzig Jahren treibt »Das Phantom der Oper« sein Unwesen auf der Bühne. Nun kam es auch nach Bad Nauheim und hat mit seinen Machenschaften das Publikum in seinen Bann gezogen. Das Dolce-Theater passte mit seinem Jugendstilflair wunderbar zur Geschichte und vermittelte damit ein authentische Atmosphäre. Die Livemusik aus dem Orchestergraben tat das Ihre dazu, und so war der musikalische Genuss komplett.
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Christine und das Phantom im Gewölbe.
Schneller Szenenwechsel, kauzige Gestalten und humorvolle Einlagen lockerten das recht schwermütige Thema der Geschichte auf. Durch eine geschickt angeordnete Grundkulisse konnten die Bühnenbilder schnell angepasst werden, die große Kulisse im Hintergrund wurde mit modernen technischen Hilfsmitteln auf eine Riesenleinwand projiziert. So wurde auch der spektakuläre Kronleuchterfall im ersten Teil des Musicalthrillers auf diese Weise vollzogen und damit ernsthafte Verletzungsmomente verhindert.

Désirée Brodka überzeugte mit ihrem wohltönenden und starken Sopran als Christine. Die junge Sängerin hat als einzige Zugang zum Phantom, der ansonsten in den unterirdischen Gewölben des Pariser Opernhauses sein Unwesen treibt. Erpressung und Verbrechen gehören zu seinem Treiben, was die Direktoren der Oper verzweifeln lässt. Boris Becker in der Maske des Phantoms vermittelte gekonnt die düstere Seite dieser Figur, dieses Genre scheint den Künstler anzuziehen, denn er trat auch schon als Biest in »Die Schöne und das Biest« auf. Alexandra-Maria Vogt bestach als spanische Primadonna A. M. J. Carlotta, die eifersüchtig den Aufstieg der jungen Christine beobachtet und daran arbeitet, dies zu verhindern.

Carlotta und ihr Sekretär.
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Carlotta und ihr Sekretär.
In einem großen Spiegel offenbart sich das Phantom zunächst der jungen Christine. Er verliebt sich in sie und entführt sie während der Oper »Die Perlenfischer« in die untersten Gewölbe des Opernhauses. Christine hat Mitleid mit ihm, doch ihr Herz gehört dem Grafen Raoul de Chagny, der von Daniel-Erik Biel gespielt und gesungen wird. Der Graf und sein Suchkommando befreien Christine aus der Gewalt des Phantoms, dessen düsteres Wirken und Treiben damit ein Ende findet.

Gaston Leroux als Schöpfer des »Phantoms der Oper« hat seine Aktualität auch heute noch nicht eingebüßt. Der Librettist Paul Wilhelm und der Komponist Arndt Gerber haben aus dem Roman das erfolgreiche Musical gezaubert.

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Artikel vom 09.03.2010 - 17.24 Uhr
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