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»Der Zaun soll auf jeden Fall weg«

Artikel vom 27.08.2010 - 10.00 Uhr

»Der Zaun soll auf jeden Fall weg«

Bad Nauheim (caj). »Wenn einer randalieren will, hilft kein Zaun«, sagt Holger Fischer aus Schloss-Ziegenberg - der Erste von elf Bürgern, die sich gegenüber der WZ zum Thema Kurparkzaun geäußert haben. Anlass der Umfrage war die Idee von Bürgermeister Bernd Witzel, die Einfriedung nach dem Ende der Landesgartenschau zu erhalten - zum Schutz vor nächtlichem Vandalismus und teuren Schäden.
Hier ist Ende Gelände: Zumindest während der Landesgartschau. Wenn’s nach Bürgermeister Bernd Witzel ginge, bliebe der Kur
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Hier ist Ende Gelände: Zumindest während der Landesgartschau. Wenn’s nach Bürgermeister Bernd Witzel ginge, bliebe der Kurpark nach dem Ende der LGS eingezäunt. (Fotos: caj)
Ergebnis: Der Rathauschef erntet auf Bad Nauheims Straßen ebenso wenig Zustimmung wie unter den Kommunalpolitikern. Ein Befragter hat gegen einen Zaun im Prinzip nichts einzuwenden, die Kosten seien aber zu hoch. Denn der grüne Metallzaun muss in jedem Fall weg, weil er den Vorgaben des Denkmalschutzes nicht entspricht. Die  Mehrheit der Befragten lehnt die Einfriedung ab. Tenor: »Der Zaun muss weg.«


»Ich war ja selbst mal jung und bin jedes Wochenende nachts über den Schwimmbadzaun geklettert«, erläutert Holger Fischer. »Ein Zaun ist noch eine Herausforderung für Randalierer.« Um die städtischen Kassen zur Abwechslung einmal zu füllen, schlägt der Schloss-Ziegenberger vor, den metallenen Zaun nach der LGS zu versteigern. Etwa so: »50 Meter Zaun, zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten!«

Diese Idee findet Fischers Schwiegervater Dietmar Baumgart aus Guben immerhin besser, als die Variante in der ehemaligen Bundesgartenschau-Stadt Cottbus, nahe seiner Heimat. »In Cottbus ist der Zaun um den Park nach der BUGA geblieben, und wir müssen weiter Eintritt bezahlen«, erzählt er. Das sei allerdings nicht vergleichbar mit Bad Nauheim. Hier müsse der Zaun in jedem Fall abgebaut werden.

Wenn die Tore des Kurparks morgens spätestens ab 6 Uhr geöffnet und abends erst gegen 22 Uhr geschlossen würden, fände Alexandra Bechtold aus Steinfurth den Kurparkzaun als Schutz gegen die nächtliche Zerstörungswut prinzipiell nicht schlecht - solange der Parkzugang, wie vom Bürgermeister versprochen, kostenlos bleibt. Ihre Meinung ändert sich, als sie von den Vorgaben des Denkmalschutzes erfährt. »Bei solchen Kosten: nein«, meint Bechtold und spricht sich als Alternative für verstärkte Streifendienste im Kurpark nach dem Ende der LGS aus.

»Ein neuer Zaun ist Blödsinn«, sagt die Dolce-Mitarbeiterin Kirsten Platz aus Reichelsheim. Wenn der LGS-Zaun sowieso weg müsse, könne man den Kurpark gleich offen lassen. »Wenn sie randalieren wollen, springen sie nachts über den Zaun«, sagt die Reichelsheimerin und verweist auf den jüngsten Fall von Vandalismus auf der Minigolfanlage.



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Artikel vom 27.08.2010 - 10.00 Uhr
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Leserkommentare
(02.09.2010 15:58)
dom bert
Weg mit dem Zaun
sonst müssen wir Ihn selbst abbaun!
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