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Sankt Andreas feiert närrisches Jubiläum

Artikel vom 09.02.2010 - 02.00 Uhr

Sankt Andreas feiert närrisches Jubiläum

Altenstadt (geo). »Im Jahr 1960, da wurde die Kirch hier geweiht, jetzt 2010 ist alles zum Jubiläum bereit. So findet die Sitzung hier statt im festlichen Rahmen, Sankt Andreas wird 50 - in Ewigkeit Amen«, begrüßte Sitzungspräsident Ulrich Goretzki die Gäste in der Narhalla der katholischen Begegnungsstätte Sankt Andreas. Das Motto »50 Jahre Sankt Andreas« inklusive neuem Faschingslieg zog sich durch viele Auftritte der Fassenacht, die es seit fast 30 Jahren gibt.
Zwei Originale der Sankt-Andreas-Fassenacht sind Hannes und Karl (v. l.): Erwin Hess und Wolfgang Keller.	(Fotos: Lori)
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Zwei Originale der Sankt-Andreas-Fassenacht sind Hannes und Karl (v. l.): Erwin Hess und Wolfgang Keller. (Fotos: Lori)
Als Eisbrecher erwiesen sich die acht Tänzerinnen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands mit ihrem Dschingis-Khan-Tanz. Mit einem tiefgründigen Protokoll, das im Detail überzeugte, betrat Sitzungspräsident Goretzki die Bütt. Auf die dringend renovierungsbedürftige Orgel wiesen die »Orgelpfeifen«, die Musikkids von Sankt Andreas, hin. Schwerstarbeit leisteten Sabrina Neumann und Carla Rehberg, die Dutzende von Orden verteilten. Einer ging an eine Punk-Lady. »Warn früher wir die jungen Wilde, die meistens Unsinn führn im Schilde, gehörn wir heut, das jeder kennt, zum Speckgürtel-Establishment«, verriet die Erz-Sankt-Andreas-Fassenachterin Doris Eckel dem Publikum.

Mit dem Abba-Klassiker »Mamma Mia« landete die Jugendband Stand-up einen Hit. Goretzki konnte auch einen aufgegangenen Stern in der oberhessischen Politik begrüßen, der seinen Zenit am 9. September 2009 erreicht hatte: Carsten Krätschmer, ehemals Hauptamtsleiter in Altenstadt, wurde als »neuer Major der City of Glauburg« begrüßt. Als Humorist und echter Fassenachter erzählte er in launigen Versen von seinem »sagenhaften Aufstieg«. »Jetzt Glauburg, keiner wirds bestreite, komme für euch goldne Zeite. Ich setz e Storchenest uff jedes Haus, dass die Kinner gehn net aus«, versprach Krätschmer.

Dem Publikum wurden bis weit nach Mitternacht von 50 Akteuren rund 15 Programmnummern geboten. Sarah Möll berichtete von den Erfahrungen mit ihren Alten. »Immer wieder Fasching, da strengen wir uns an«, riefen Vera Mollnar und Gisela Lederer dem Publikum zu. Als Clownduo boten sie Fassenachtsgesang mit Geist und Humor. Mit Twist und Rock’n’Roll erinnerten die Tanzmädels an John Travolta und Olivia Newton John. Als »zwaa Bursche, däi die aaltschder Muendort gonz gout babbele kenne«, erwiesen sich Erwin Hess und Wolfgang Keller. Sie hatten das Publikum mit viel Lokalkolorit und oberhessischem Humor auf ihrer Seite. Beliebt sind auch die Sankt Andreas Singers, die sich Parodien aus dem Gemeindeleben ausdachten.

Als Überraschung des Abends gab die Gruppe »Scouts de Saint George« eine Parodie mit internationalem Flair zum Besten. Die Elite der Pfadfinder, die Rover, wurden als neue Sterne am närrischen Himmel gefeiert. Etwas andere Grußworte als die erwartet offiziellen verkündete Pfarrer Rupert Rützel zum Jubiläum. Er zitierte einige Gratulanten: »Kennedy wünscht vom Himmels Thron, ich bin ein Andreas Sohn. Carsten Krätschmer bewacht auf Glaubergs Matterhorn, dem Keltenfürst sei große Ohrn.« Pfarrbüro, Festausschuss und Bücherei erhielten »goldene Geschenke«. Das Männerballett gefiel zum Abschluss mit einer Showtanzkür und einem Streifzug durch die Musik der 60er und 70er Jahre.

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