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17.06.2010 - 15.00 Uhr
Lang ersehnt: Schnelles Internet kommt
Altenstadt (chh/pm). In den Ortsteilen Enzheim, Heegheim, Höchst, Lindheim und Rodenbach wird eine funkbasierte Breitbandinfrastruktur eingerichtet. Dafür hat Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch im Rahmen des Breitbandgipfels einen Zuwendungsbescheid von 21 540 Euro an Bürgermeister Norbert Syguda überreicht. Neben Altenstadt erhält auch die Gemeinde Kefenrod eine Förderung über 17 010 Euro. Über die Anträge der anderer Kommunen aus der Wetterau ist noch nicht entschieden worden.
»Nach anfangs zögerlicher Inanspruchnahme der Fördermittel laufen jetzt bei uns die Anträge ein. Wir erwarten in diesem Jahr Anträge in Höhe von knapp 2,6 Millionen Euro, für die Mittel zur Verfügung stehen. Ich hoffe, dass die Betreiber nun auch, wie versprochen, zügig den Ausbau umsetzen, damit die Gelder auch abfließen können«, sagte Saebisch. Die Mittel für das Förderprojekt stammen aus der GAK-Förderung. Die Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (GAK) dient der Entwicklung des ländlichen Raums. Dabei können bis zu 60 Prozent der Deckungslücke einer Erschießung mit Breitband gefördert werden, die Kommune muss die anderen 40 Prozent tragen. Saebisch: »Jeder Zuwendungsbescheid ist gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein eindeutiges Zeichen dafür, wie wichtig den Kommunen die Breitbandversorgung geworden ist.«
Ziel des Förderprogramms sei eine Breitbandgrundversorgung von mindestens zwei Megabit pro Sekunde. In den laufenden Förderprojekten würden sechs bis acht Megabit pro Sekunde erreicht. Die Abwicklung des Förderverfahrens wird durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in Wetzlar durchgeführt.
Landrat Joachim Arnold hatte sich in der Vergangenheit mehrfach dafür ausgesprochen, das Breitband-Netz mit der teureren Variante (Kabel plus Funk) auszubauen. Das Land will lediglich für eine Funk-Verbindung zahlen. Nur mit dieser erhöhten sich aber die Endkundenpreise, zudem gebe es kein Flatrate-Angebot, argumentiert Arnold. Für den Endkunden würde das zu Mehrkosten von 120 Euro im Jahr führen. Hochgerechnet auf einen Ortsteil mit 400 Haushalten bedeute das rund 50 000 Euro pro Jahr. »Die Mehrkosten für Kabel plus Funk amortisieren sich schon in einem Jahr«, sagt der Landrat.
Kreis-Pressesprecher Michael Elsaß kündigte für nächste Woche eine Erklärung zum Thema Breitband in der Wetterau an.