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Gewerbegebiet gemeinsam vermarkten

Artikel vom 09.02.2010 - 17.56 Uhr

Gewerbegebiet gemeinsam vermarkten

Altenstadt (geo). Die Schere der Einnahmen und Ausgaben bei den städtischen Finanzen geht immer weiter auseinander. Deshalb sind Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit angesagt. Viele Kommunen versuchen neue und teilweise auch gemeinsame Wege zu gehen.
Die Gemeinden Limeshain, Hammersbach und die Stadt Büdingen zum Beispiel wollen ein interkommunales Gewerbegebiet schaffen, bei dem sie die Erschließung und Vermarktung gemeinsam übernehmen.

Nun hat auch die Gemeinde Altenstadt ihr Interesse daran bekundet und das Thema am Freitag in der jüngsten Gemeindevertretersitzung besprochen. Wie Bürgermeister Norbert Syguda informierte, haben die drei anderen Kommunen eine insgesamt 24 Hektar große Gewerbegebietsfläche östlich der A 45 an der Anschlussstelle Hammersbach ausgewiesen, wo das Gewerbegebiet hin soll. »Ein echter Vorteil wäre nicht nur die Einsparung durch die gemeinsame Erschließung und Vermarktung, sondern auch die erwarteten Einnahmen, die den beteiligten Kommunen zugute kommen«, erklärte Syguda. Altenstadt könnte sich ebenfalls mit acht Hektar beteiligen, die an der Anschlussstelle Altenstadt liegen.

CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Lipp begrüßte das Ansinnen, plädierte allerdings auch für eine Überweisung in den Bau- und Planungsausschuss. Für die Grünen lehnte deren Fraktionsvorsitzender Karl Ventulett das Projekt ab. In Altenstadt seien ausreichend Flächen vorhanden, die in ein interkommunales Projekt eingebracht werden könnten. Zudem sei die zu nah am Ortsrand befindliche Ansiedlung dem Ortsbild abträglich. Syguda konterte, nur Flächen in Richtung Autobahn seien vermarktbar, nicht aber Flächen auf dem »platten Land«.

Unterstützung erhielt er von Klaus-Dieter Urbanek (FWG): »Die Gewerbesteuer ist die einzige Chance für uns, unsere Einnahmen selbst zu bestimmen. Mit dem Bau der Bioenergieanlage haben wir jetzt die Möglichkeit, ein Gewerbegebiet auszuweisen. Diese Chance sollten wir nutzen.« Auch Claus Pfeffer (FDP) sprach sich dafür aus, da das Gewerbegebiet ein Sahnestück für Altenstadt werden könne. Zudem würde der innergemeindliche Verkehr nicht belastet, wie es in der Waldsiedlung der Fall sei. Der Tagesordnungspunkt wurde bei vier Stimmenthaltungen in die genannten Ausschüsse verwiesen.

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Artikel vom 09.02.2010 - 17.56 Uhr
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