Alsfeld (jol). »Ach, so ist das mit der roten Kappe«, freut sich Pa Yuh über die Erläuterung zur Schwälmer Tracht und dem »Rotkäppchen« von Sabine Doetsch.
Strahlen für die Kamera: Moderatorin Pa Yuh mit den »Brüdern Grimm« vor der Linse des taiwanesischen Fernseh-Teams auf dem Marktplatz. (Fotos: jol)
Schon bald wird das Gespräch über Grimm-Märchen zwischen der Alsfelder Stadtführerin mit der hübschen TV-Moderatorin im taiwanesischen Fernsehen zu sehen sein. Am Montag drehte ein Team von »Gala TV« in der Fachwerkstadt an der Schwalm. Hauptthema war natürlich das Märchen der Brüder Grimm, die denn auch standesgemäß im Gehrock zu der Aufnahme auf dem Marktplatz erschienen waren. Beim Stadtrundgang legte sich Pa Yuh das Halseisen am Pranger um und staunte für die Kamera über Rotkäppchen, Wolf und Jäger, die ihren Weg kreuzten. Später stellten die Mitglieder der Marktspielgruppe ihre englische Version des Rotkäppchen-Märchens auf dem idyllischen Grabbrunnen vor. Zum Abschluss gab es Alsfelder Spezialitäten..
Das Ganze wird Teil einer Reportage über Deutschland, die im Reisemagazin »Wonderful World« ausgestrahlt wird. Wie die Produktionsleiterin erläuterte, ist die Reihe Wonderful World Teil des Programms von Gala TV in Taipeh, werde aber auch an Sender in Malaysia, China, Hongkong und in anderen asiatischen Staaten verkauft. Und die Sendung über Deutschland spielt mit den Dingen, die Menschen in Taiwan zu Deutschland einfallen, wie Mercedes, Blutwurst und Grimm-Märchen. Alsfeld ist in dem Nachbarstaat Chinas vielen als Reiseziel bekannt. So kommt es, dass gut zehn Minuten Sendezeit für den Beitrag über Alsfeld eingeplant sind, daneben werden Frankfurt, der Schliersee und andere Orte in Deutschland dargestellt – Alsfeld ist dabei der einzige Ort an der Märchenstraße. Für den Beitrag über die Fachwerkstadt hat Touristik-Chefin Simone Wilhelm den englischsprachigen Rundgang vorgeschlagen, weil der auch für Besuchergruppen aus Fernost buchbar ist. Betreuer des Teams waren Sandy Chen und Gi-Yuen Liu, deren Eltern aus Taiwan nach Deutschland gekommen sind und die einen Verein für die »zweite Generation« deutscher Exil-Taiwanern gegründet haben.