Weiberfastnacht: Climbacher »Köni(g)chspaar« wurde gefeiert
Allendorf/Lumda (lom). Die dekorierte Köni(g)chsklause des Climbacher Bürgerhauses, die »Narrhalla«, war am Donnerstag mit über 200 »Faschingsweibern« - es sollen auch Männer unter den Gästen gewesen sein - voll.
Das »Köni(g)chspaar« Steffen I. und Paola I. mit dem Kinderprinzenpaar aus Geilshausen, Svenja I. und Tim I. (Foto: lom)
Bei der Weiberfastnacht regierte das »Köni(g)chspaar« Steffen (Stein) I. von Hopfen und Malz, Durchlaucht von Volt, Ampere und Frequenzen, gewichtiger Regent derer am Wasserturm, Träger des schweinsledernen Wamses und gegerbter Kopfbedeckung sowie Paola (Cortazzo) I., liebreizende Regentin der Köni(g)chsklause von Pizza und Pasta, sizilianischen Ursprungs und zugereist aus der Schmaadleckerburg, Herrscherin über Kamm, Schere, Bürste und Ugo. Zur Seite standen Steffi I. von Bur(g)k, königliche Zofe, Marketenderin der Köni(g)chsklause und Hüterin kostbarer Gewänder sowie Zeremonienmeister Alfred Henß.
Büttenredner Reinhold Wagner, der als Insider des Climbacher Dorflebens so allerlei zu berichten wusste, formulierte treffend und voller Stolz: »Die Allendorfer haben einen Bürgermeister, und wir Climbacher haben ein ›Köni(g)chspaar‹.« Es wurde auch bekannt, warum die Climbacher Männer nicht mehr so oft weggehen: Das Damenteam der SG-Tischtennisabteilung ist aufgelöst worden, und nun gibt es nichts mehr zu sehen.
Feierlich und mit einem »Climbach Helau, dem ›Köni(g)chspaar‹ Helau und Climbach Helau« wurden Steffen I. und Paola I. begrüßt. Als besondere Gäste hieß das Publikum auch das Kinderprinzenpaar Svenja I. (Wolfram) und Tim I. (Schönberg) aus Geilshausen auf der Bühne willkommen.
Vorgestellt wurden sie wie folgt: Was der SPD und den Grünen in Wiesbaden nicht gelungen ist, gelang dem Kinderprinzenpaar auf beeindruckende Weise im Januar beim Empfang der Karnevalisten in Wiesbaden: Ministerpräsident Roland Koch wurde »in die Knie gezwungen«, als er Svenja und Tim begrüßte. Die Büttenrede einer Mann-suchenden Frau brachte die »Köni(g)chsklause« zum Kochen: Simone Göbel beschrieb, wie das Traumschiff zur letzten Rettung werden sollte. Die suchende Frau hatte alles probiert, und keiner hatte so richtig angebissen, aber auf dem Traumschiff begegnete sie ihrem Traummann. Als der sich schließlich in der Bordkabine der Kopfbedeckung mit den Haaren entledigt, sich dann seine Zähne entfernt hatte und dazu noch nuschelte »Ohne Zähne lässt es sich besser küssen«, da war auch diese Chance auf einen Traummann dahin.
Die »Weather-Girls« Anja Schmitt und Michaela Klemm glänzten mit einer tänzerischen Darbietung, bevor sich der »Franzose« Sigi Schomber, der schon mit seinem Outfit glänzte, auf deutsch-französisch artikulieren wollte und damit die Lacher auf seiner Seite hatte. Weitere Höhepunkte vor einer Pause waren: Die »Show-Girls« unter der Leitung von Gudrun Krieg, die mit Paola Cortazzo für das Gelingen der Veranstaltung verantwortlich war, sowie Gina Stein als Büttenrednerin, die über die Familie und die »Wischmöpse« referierte, ein Männer-Showtanz als »Schrubbergeschwader«. »Die Elfe«, eine Büttenrede von Anja Schmitt, wurde ebenso mit viel Beifall bedacht, wie in Folge die Sängerin Denise Ulrich oder die Büttenrede von Jürgen Löw, in der eine Frau zum Frauenarzt musste. Weitere Mitwirkende waren »Die spritzigen Wonnebrocken« als Cheerleader mit einem Feuerwehr-Showtanz, das Kindergardepaar Judith Mattner und Markus Leimpek, die Blaskapelle Muschenheim und »Stripper« Markus Scheld als »Sexy Boy Mark«.