Allendorf/Lumda (lom). Die »Teufelsbrücke« im Nordecker Interessentenwald wurde am Samstagnachmittag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung offiziell freigegeben.
Freigabe der Brücke mit (v.l.) Hans-Eberhard Stelzenbach, Bürgermeister Horst Hormann, Helmut Rein und Karl Heinrich Imig (Foto: lom)
Die alte Brücke war dem Sturm »Kyrill« zum Opfer gefallen und musste aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. In einer kleinen Feierstunde sprachen sich der 1. Vorsitzende des Zweigvereins Nordeck im Oberhessischen Gebirgsverein (OHGV), Karl Heinrich Imig, Bürgermeister Horst Hormann, Hans-Eberhard Stelzenbach (Vertreter des Interessentenwaldes) und Helmut Rein (stellvertr. Vorsitzender des OHGV Nordeck) lobend über die gemeinsame Initiative zum Wiederaufbau der Brücke aus.
Bürgermeister Hormann zeigte sich vor über 60 Interessenten von dieser Gemeinschaftsaktion einiger Vereinen, die durch Eigenleistung die alte Brücke entsorgt hatten, beeindruckt. Viele hätten bei der Wiederherstellung mitgeholfen bzw. zusätzlich für eine finanzielle Unterstützung - sowohl durch Spenden als auch mit dem Erlös bestimmter Veranstaltungen - gesorgt. Beteiligt waren der OHGV Nordeck, die Mitglieder des Interessentenwaldes, dem Graf Christoph von Schwerin als Vorsitzender vorsteht, der Gesangverein »Teutonia« Nordeck, die Freiwillige Feuerwehr Nordeck-Winnen, die Jagdgenossenschaft, der Turn- und Sportverein 1911 Nordeck-Winnen, der VdK-Ortsverein Nordeck-Winnen, die »Wenner Ronde«, der Kirchenchor Winnen, das Ingenieurbüro Grohmann, die Wandervereine aus Allendorf/Lumda und Rüddingshausen und die Volksbank Mittelhessen. Auch die privaten Spender wurden namentlich erwähnt. Der Dank galt auch den beteiligten Firmen Bingel, Rühl und Grohmann, die für einen unfallfreien Wiederaufbau gesorgt hatten. Durch diese Hilfs- und Spendenbereitschaft waren 9802,26 Euro zusammengekommen. Namentlich wurden die Ehrenmitglieder und Mitglieder der »Teutonia« Heinrich Bietz und Karl Vogel sowie Hildegard Kranixfeld, Birgit Riedel und Frau Hubka lobend hervorgehoben.
Insgesamt waren es 40 Personen, die seit dem Abriss am 17. Juni in vier Arbeitseinsätzen 267 Arbeitsstunden unentgeltlich absolviert hatten.
Stelzenbach bezifferte die Kosten der Wiederherstellung des Bauwerkes mit rund 30 000 Euro, wenn die Brücke komplett durch eine Firma erstellt worden wäre. Durch die Eigenleistungen und das Entgegenkommen der verschiedenen Firmen, welche die Materialien zum Selbstkostenpreis abgegeben hatten, summierten sich die Baukosten tatsächlich auf 10 000 Euro.
Nach dem offiziellen Teil fand noch eine kleine Feier im OHGV-Wanderheim statt.