Manuela Michaeli und Band gaben Benefizkonzert in Allendorf/Lumda
Mit dem von Paul Gerhardt im Jahr 1653 gedichteten und von Georg Philipp Telemann im Jahr 1730 vertonten Gesangbuchlied »Befiehl du deíne Wege« schickte Manuela Michaeli das Publikum in die Pause. War die erste Strophe ganz traditionell vorgetragen worden, so wurden die folgenden Strophen rhythmisch und melodisch »modernisiert«, was manchem konservativen Kirchgänger Probleme bereitet haben könnte.
Mit »Apfeltraum« von den Rockern der in der ehemaligen DDR legendären Klaus-Renft-Combo (später: Gruppe »Renft«), gegen die immer wieder Auftrittsverbote ergangen waren, vorgetragen von Rolf Weinreich, »Freundin, das Reden tut gut« und »Staunen« mit einem neuen Text von Christoph Zehender zur Gesangbuchmelodie von »Gott ist gegenwärtig« begann der zweite Teil des Konzertes. Bei dem Sirtaki »Wenn du liebst« und dem Gospel »Swing low, sweet chariot« mit Mundharmonika von Rolf Weinreich begann das Auditorium rhythmisch zu klatschen. Der Aufforderung mitzutanzen, folgten die Besucher dann aber doch nicht.
Mit dem »zweitschönsten Abendlied« nach »Der Mond ist aufgegangen«, mit dem das erste Benefizkonzert beendet worden war, nämlich mit »Abend ward, bald kommt die Nacht«, wurde dieser zweite Konzertabend abgeschlossen. Aber ohne Zugabe kam die Gruppe nach nicht enden wollendem Beifall nicht davon. Mit dem traditionellen jüdischen Neujahrs- und Friedenslied »Baschana Haba’ah (Nächstes Jahr, wenn der Frieden kommt)« beendeten Manuela Michaeli und Band die beeindruckende Veranstaltung, bei der sie sich noch tiefer in die Herzen der Zuhörer gespielt haben dürften.