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Kreationen zwischen Tradition und Moderne

Artikel vom 01.11.2009 - 21.11 Uhr

Kreationen zwischen Tradition und Moderne

Allendorf/Lumda (jwr). Wieder einmal ist die Remise des Heimatmuseums voll von Kunstwerken, wieder hat sie sich in eine Fundgrube für Liebhaber von Freizeitkunst und Kunsthandwerk verwandelt.
»Im Vorzimmer« heißt dieses Gemälde von Willy Blaufelder in Anlehnung an Edgar Degas.	(Foto: jwr)
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»Im Vorzimmer« heißt dieses Gemälde von Willy Blaufelder in Anlehnung an Edgar Degas. (Foto: jwr)
Im Beisein der kreativen Akteure, Bürgermeister Horst Hormanns und der Marktfrauen wurde die Kunst- und Kunsthandwerkausstellung des Heimat- und Verkehrsvereins Allendorf/ Lumda am Samstag eröffnet - es ist bereits die 26. Schau dieser Art. Die ausgestellten Werke können noch am kommenden Mittwoch während des Krämermarkts bestaunt, teilweise auch gekauft werden. Ein Teil der Ausstellungsstücke ist im gegenüber liegenden Heimatmuseum untergebracht.

Vereinsvorsitzender Walter Deissmann eröffnete die Veranstaltung und verwies auf die lange Geschichte des Kunsthandwerks im Lumdatal. In einem Grußwort würdigte Bürgermeister Hormann die Ausstellung, »die ihresgleichen sucht.« Sie habe es verdient, dass man sich Zeit dafür nehme. Einmal mehr betonte Hormann die besondere Tradition und Vielfalt des Allendorfer Nikelsmarktes und richtete einen Appell an seine Mitbürger: »Wir sollten uns alle bemühen, dass dieser Markt seine Qualität behält.« Erstmals besprach Dr. Klaus Simonsen aus Laubach beispielhaft Exponate und stellte die Beteiligten vor, er selbst ist Vorsitzender der Künstlervereinigung »Bunte Palette«, der einige Aussteller angehören. Der Künstler erinnerte an die besondere Tradition des Marktes, die bis zur Verleihung der Marktrechte im 14. Jahrhundert durch Landgraf Otto I. zurückreicht. Er habe sich sicher nicht vorstellen können, dass der Markt später einmal als der bedeutendste Markt zwischen Kassel und Frankfurt galt und auch fast 700 Jahre später noch durchgeführt wird, so Simonsen. Die Ausstellung des Vereins habe eine neue Tradition begründet und knüpfe zugleich »an fast vergessene Fertigkeiten an, die dem Publikum präsentiert werden.« Insgesamt, betonte Simonsen, spreche »die Vielfalt der ausgestellten Arbeiten für die Lebendigkeit dieser Tradition.« Dank ging an Walter Deissmann und seine Stellvertreterin Brunhilde Trenz, die die Ausstellung vorbereitet haben.

Die Liste der Beteiligten ist auch in diesem Jahr wieder lang, die Bandbreite der Kunstgattungen und verwendeten Techniken groß. Vertreten sind: Heinrich Dietz (Korbflechterei), Wilfried Schomber (Metallskulpturen), Gerhard Sieber (Basaltskulptur), Simone Pfeiff und Marion Schwarz (kunsthandwerkliche Objekte in verschiedenen Techniken), Dieter Wissner (Holzarbeiten), Annemarie Mahlke-Wissner (Patchwork), Oskar Romfeld (Bildhauerarbeiten in Holz), Angelika Lich (Malerei und Töpferarbeiten), Willy Blaufelder (impressionistische Gemälde), Thomas Garrecht (Landschaftsgemälde), Christiane Belis (handgearbeiteter Schmuck), Ursula Mauthe (Töpferarbeiten), Beatrix Rust (Peddigrohr), Ulrike Dalla-Bona (Weihnachtsschmuck und Töpferarbeiten) und Elfriede Benner (Stickereien).

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