Allendorf/Lumda (lom/pm). Die Klassen 3a und 3b mit ihren Klassenlehrerinnen Hildegard Schlosser und Marlena Plessow verlegten dieser Tage den Unterricht außerhalb der Grundschule »Am Eulenturm«.
Die Klasse 3b mit Barbara Nye (ganz rechts) und Walter Deissmann sowie die Klassenlehrerin Marlena Plessow (links) (Foto: lom)
Der Klassensaal war diesmal für ein bis zwei Stunden die Räumlichkeiten des Heimatmuseum an der evangelischen Kirche Allendorf/Lumda. Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Walter Deissmann und das Vereinsmitglied Barbara Nye empfingen die jeweilige Klassen mit ihren Lehrerinnen. Museumsleiter Walter Deissmann und Frau Nye zeigten den Grundschulkindern anhand der mit viel Liebe und Akribie zusammengetragenen Exponate nicht nur die Lebensweise der damaligen Bewohner des Lumdatales, sondern auch die typischen Gebrauchsgüter und Werkzeuge der früheren Zeit. Die sorgfältig zueinander in Beziehung gebrachten Museumsstücke spiegeln das bäuerliche und dörfliche Leben einer oberhessischen Kleinstadt in früheren Zeiten wider.
Die Sammlung alter Webstühle und Spinnräder lassen den Betrachter nur ahnen, wie mühevoll die Stoffherstellung gewesen sein muss. Ein originalgetreuer Nachbau eines »Tante Emma-Ladens, der damals aber eher »Kolonialwaren-Geschäft« hieß, verdeutlichte anhand vieler Gebrauchsgegenstände, wie die Menschen damals lebten. Besichtigt wurden von den Kindern auch die vielen Trachten und die aufgeputzte Hochzeitsgruppe mit Braut und Bräutigam. Viele Kinder fanden die gezeigten Bekleidungen von damals interssant.
Beeindruckt haben auch die damaligen Wohnverhältnisse mit den einfachen kleinen Stuben und den knarrenden Holzböden. Auch wenn die Grundschüler noch recht jung waren und manches sicher nicht ganz so verstanden haben, haben sich aber alle über den Besuch im Heimatmuseum gefreut und sich in das große Besucherbuch des Museums eingetragen.