Allendorf/Lumda (lom). »Es ist nicht mehr so wie immer, und ich bin froh, dass die Stadtverordnetenversammlung den Haushalt und somit auch das Wichtigste für die Feuerwehr, wie erhofft, verabschiedet hat«, sagte Bürgermeister Horst Hormann in seiner Ansprache am Samstagabend in der gemeinsamen Mitgliederversammlung der Feuerwehr-Einsatzabteilungen der Stadt Allendorf/Lumda im Dorfgemeinschaftshaus Climbach.
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Allendorf/Lumda: Die Geehrten und Beförderten, Kreisbrandmeister Kraus (links), Bürgermeister Hormann (8. von rechts) und Stadtbrandinspektor Carl (rechts). (Foto: lom)
Zuvor hatte Stadtbrandinspektor Michael Carl neben dem Bürgermeister den Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erbach, den Kreisbrandmeister Roland Kraus, den Stadtrat Rainer Placzko und den Climbacher Ortsvorsteher Heinrich Nagel begrüßt. Neben den Jahresberichten standen Ernennungen, Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.
Kreisbrandmeister Kraus zeichnete Rainer Lotz für 25-jährige Aktivität mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande aus. Für Holger Göbel und Manfred Trenschel wird diese Ehrung nachgeholt. Ihre erste Ehrung für 15-jährige aktive Dienstzeit nahmen Silke Heider und Julia Langer in Empfang. Für 20 Jahre aktive Dienstzeit waren es Bernd Haberkorn, Holger Haberkorn, Sascha Klement und Jürgen Bierau, der sich entschuldigt hatte. Roger Schneider und Martin Zecher stehen seit 30 Jahren sowie Hagen Langer und Harry Blume seit 35 Jahren als Feuerwehrmänner ehrenamtlich im Dienst der Stadt Allendorf/Lumda.
Dank sagte der Bürgermeister als Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehren den Feuerwehraktiven für den 2009 gezeigten Einsatz und ihre Verlässlichkeit. »Im Fernseher sind dieser Tage viele Blauröcke im Einsatz zu sehen, die viele unangenehme Aufgaben zu bewältigen haben«, so Hormann im Hinblick auf die Notwendigkeit der Einsatzkräfte. Stadtverordnetenvorsteher Erbach wünschte ihnen, dass sie nach ihren Einsätzen immer gesund nach Hause kommen. Kreisbrandmeister Kraus stellte die Bedeutung der Ausbildung heraus und sprach von einer Vielzahl an Einsätzen, bei denen nicht das Präsentieren vor Zuschauern, sondern vielmehr die Rettung von Menschen und die Hilfe für die Bevölkerung im Mittelpunkt stehen. »Es ist kein Turnier. Oft geht es um Menschenleben. Das macht den Unterschied«, hob Kraus hervor, ehe der Stadtjugendfeuerwehrwart von Allendorf/ Lumda, Martin Hofmann, über den Personalstand berichtete, der sich auf 35 Jugendliche, davon sechs Mädchen, beläuft. Zwei Jugendliche waren in die aktive Wehr übernommen worden. Für Übungen und Unterrichte waren im vorigen Jahr 167 Stunden zusammengekommen; für allgemeine Arbeiten wie Vorbereitungen, Sitzungen und Jugendarbeit hatte der Jugendwart nochmals 259 Stunden aufgelistet. Als Aktivitäten der Jugendwehren nannte er ein Tischfußballturnier in Nordeck, eine Kanufahrt auf der Lahn, der sich ein Zeltlager auf dem Sportplatz in Nordeck anschloss, und die Betreuung des Informationsstandes beim Altstadtfest des Nikelsmarktes. Eingegangen wurde auch auf die Aktivitäten der drei Jugendwehren Allendorf/Lumda, Climbach und Nordeck-Winnen. Den Bericht von Jürgen Körber, Vorsitzender und Stabführer des Spielmannszuges, trug Nadine Diehl vor.
Es folgte der feuerwehrtechnische Bericht von Stadtbrandinspektor Carl, der die Führungskräfte und Ansprechpartner aufzählte: Marco Ulrich ist für die Schlauchwerkstatt, Jens Hammer für die Kleiderkammer und Sebastian Schlapp als Systemadministrator tätig.
Insgesamt umfassen die drei Einsatzabteilungen 72 Einsatzkräfte, so Carl, davon 30 in Allendorf/Lumda, 20 in Climbach und 19 in Nordeck-Winnen. Die Zahl der Frauen stieg von neun auf elf. Für die Standortausbildung - 73 Übungen und Unterrichte, eine Alarmübung, zwei Übungen auf der Atemschutzübungsanlage, eine Ganztagsausbildung »Technische Hilfe bei Verkehrsunfall« und eine zusätzliche Ausbildung für alle Atemschutzgeräteträger - hatte Carl 2688 Stunden addiert. Ein Präsent erhielten Jens Hammer, Roland Hartmann und Martin Hofmann als Fleißigste. Nicht unerwähnt blieb, dass Lehrgänge gut besucht worden waren.