Hilfe aus Allendorf/Lumda für Holocaustopfer in Israel
Allendorf/Lumda (lom). Am Samstagvormittag wurde in Allendorf/Lumda auf dem Hof an der Mühlwiese 2b ein Schiffscontainer mit Hilfsgütern für Holocaustopfer in Israel beladen.
Das gemeinnützige christliche Hilfswerk »Arche -Menschen in Not« mit seinem Initiator Richard Wüllner hatte erst kürzlich einen Sattelzug mit 100 Kubikmetern Hilfsgüter beladen und diese mit der Unterstützung der internationalen Spedition Dachser aus Kempten im Allgäu in die Bergbauregion Petrosani nach Rumänien transportiert. Dort lebt ein Großteil der Landbevölkerung unter dem Existenzminimum und ist auf Hilfe angewiesen. Am Samstag waren es Richard Wüllner und zehn weitere Helfer, die einen weiteren Container mit vornehmlich Neuwaren zusammen gestellt haben, der mit der Spedition Oehlrich aus Verden mit seinem Fahrer Hans Gerhard Sachau, nach Hamburg gebracht wurde.
Dort erfolgt dann die Veladung auf ein Schiff mit dem Ziel Israel. Wie Initiator Wüllner erläuterte, sind die neuen Zollbestimmungen für die Einfuhr von Hilfsgütern in Israel erheblich beeinträchtigt und kompliziert.
Neben zahlreichen Kartons mit Oberbekleidung, die verschiedene Bekleidungsfirmen spendeten, konnten aber mehrere Kartons mit handgestrickten Decken verladen werden. Frauen aus ganz Europa haben diese in liebevoller Kleinarbeit hergestellt. Sie gelten als Zeichen des Mitgefühls für die Überlebenden des »Holocaust«. Die Gaben sollen helfen die inneren Wunden dieser Menschen zu lindern, unterstrich Wüllner.
Rund 260 000 Holocausstopfer
leben noch in Israel
In Israel leben nach Einschätzung der Deutschen Botschaft noch rund 260.000 Überlebende des »Holocaust« und die meisten davon leben in erbärmlichen Verhältnissen. Richard Wüllner arbeitet mit der »Arche-Menschen in Not« seit etwa vier Jahren mit dem deutschen Kibbuz Beth El südlich von Haifa zusammen. Von dort aus werden dann die Hilfsgüter verteilt.
Hingewiesen wurde ebenfalls auf ein Projekt mit dem Namen »Öl in die Wunden«, welches seit 2006 läuft. »Wir haben immer noch die Chance, diesen Menschen ein Zeichen der Nächstenliebe zu zeigen«, so Wüllner abschließend gegenüber der Gießener Allgemeinen.