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Heinz Peter Käs ist Bärtzebürger in Allendorf/Lda.

Artikel vom 01.11.2011 - 23.26 Uhr

Heinz Peter Käs ist Bärtzebürger in Allendorf/Lda.

Allendorf/Lumda (js). Wer wird Bärtzebürger? Dies ist in jedem Jahr eines der bestgehüteten Geheimnisse im Lumdatal. Seit Dienstagabend ist bekannt, wem diesmal die Ehre zuteil wurde.

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Der neue Bärtzebürger wird ins »Amt« eingeführt: von links: Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause, Marktfrau Angela Diehl, Bärtzebürger 2011 Heinz Peter Käs und Marktfrau Rosemarie von Bierbrauer zu Brennstein.
© lom
Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause stellte unter dem langen Applaus der rund 400 Gäste im Allendorfer Bürgerhaus Heinz Peter Käs als neuen Bärtzebürger vor. Der langjährige Schiedsmann habe die höchste Auszeichnung der Stadt Allendorf aufgrund seiner Verdienste für seine Mitbürger verdient, unterstrich die Bürgermeisterin.

Selbstverständlich musste der frisch Gekürte traditionell die Bärtzemütze aufsetzen, assistiert von den beiden Marktfrauen Rosemarie von Bierbrauer zu Brennstein und Angela Diehl, die zuvor bei einem glänzenden Dialog in heimatlicher Mundartsprache für viel Spaß gesorgt hatten (darüber mehr in einem weiteren Bericht). Bürgermeisterin Bergen-Krause hatte für die Gäste im Saal, die Heinz Peter Käs noch nicht kennen, einige Informationen parat über den neuen Bärtzebürger, »der im 69. Lebensjahr, in Gießen geboren, aber seiner Heimat Allendorf immer treu geblieben ist.« Er habe sich in vielfältiger Hinsicht um die Stadt Allendorf (Lumda) verdient gemacht indem er außergerichtlich Zwistigkeiten zwischen Allendorfer Bürgern mit Fingerspitzengefühl und auch mit großem Erfolg schlichtete.

Geehrter wirkte in mehreren
Funktionen uneigennützig

Der gelernte Bauingenieur wirkte 25 Jahre als Schiedsmann, darüber hinaus vier Jahre als Stadtverordneter in Allendorf. Bergen-Krause: »Ich möchte noch anfügen, dass einige Generationen von Schülerinnen und Schülern an der Gesamtschule Lumdatal ohne sein und das Wirken seiner Frau den Schulalltag mit knurrendem Magen und durstig hätten bestreiten müssen.« Bekannt ist übrigens, das der neue Bärtzebürger als Schiedsmann von den jeweiligen streitenden Parteien nie die ihm zustehenden Gebühren nahm – dies auch, um dadurch seine Neutralität zu demonstrieren.

Die Ehrung von Heinz Peter Käs war zwar der Höhepunkt, aber nicht der einzige Beitrag zum von Egon Diehl moderiertem, abwechslungsreichem Programm des Heimatabends.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten Freude an den Beiträgen der »Teenies« der Sportgemeinschaft Climbach, dem Theaterstück (»Der Geburtstagsbraten«) der Laienspielgruppe des evangelischen Kirchenchores, dem Majorett-Tanz der Show-Girls der Sportgemeinschaft Climbach und dem musikalischen Part der »Drei Tenöre«. Dass das Programm eine gute Mischung war, darüber waren sich die Zuschauer einig, darunter Landrätin Anita Schneider sowie die aktuellen Bürgermeister der Nachbarkommunen und auch die Bürgermeister i. R., darunter der Amtsvorgänger Bergen-Krauses, Horst Hormann, weitere Vertreter der Kommunalpolitik, der Kirchen und Schulen.

Die Bürgermeisterin widmete einen Teil ihrer Rede an einem gemütlichen Abend auch einigen nachdenklich stimmenden Aspekten. Nicht nur in der hiesigen Region gebe es Erneuerungen und Veränderungen. In der Welt regten Ereignisse wie die Katastrophe in Fukushima und das Erinnern an die Tschernobyl-Katastrophe zum Nach- und Umdenken an.

Bergen-Krause: »Der Kampf einzelner Nationen wie beispielsweise Libyen und Tunesien um ein demokratisches System in ihrem Land lassen uns dankbar sein dafür, dass wir seit vielen Jahren in einem Land ohne Kriegsgeschehen leben können. Das ist keine Selbstverständlichkeit.« Weiterer Bericht über den Heimatabend folgt.

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Artikel vom 01.11.2011 - 23.26 Uhr
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