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»Goldener Löwe« in Allendorf/Lumda an Kultusministerin Henzler übergeben

Artikel vom 20.02.2010 - 02.00 Uhr

»Goldener Löwe« in Allendorf/Lumda an Kultusministerin Henzler übergeben

Sie dankte dafür, dass die heutige Ministerin »unsere Aktivitäten konstruktiv begleitet und nach ihren jeweiligen Möglichkeiten unterstützt« habe. Auf Dorothea Henzlers Persönlichkeit gemünzt, sprach die stellvertretende Vorsitzende von herausragenden Eigenschaften wie »entscheidungsfreudig und durchsetzungsfreudig«, für die Bewältigung der alltäglichen Museumsarbeit dingliche Tugenden. Brunhilde Trenz erklärte der Ministerin, dass mit der Aushändigung des »Goldenen Löwen« auch stets die Aufnahme in die Museumsgilde verbunden wird. Wie das Publikum weiterhin erfuhr, ist die Kultusministerin nun auch neues Mitglied des Heimat- und Verkehrsvereins Allendorf/Lumda.

In ihren Dankesworten sprach Dorothea Henzler den trefflichen Satz: »Wer den Allendorfer Löwen bekommt, muss mal das Heimatmuseum gesehen haben.« Deissmann und Prof. Dr. Arnold hatten vor der Feierstunde bei einer Museumsführung allerlei Kostbarkeiten von anno dazumal gezeigt. Also fühlte sich der ministerielle Gast aufgrund solcher Exponate wie den Kinderwagen aus Korbgeflecht nach eigener Aussage an die Kindheit in Bayern erinnert. Dorothea Henzler nahm auch die wertvolle Erkenntnis mit nach Wiesbaden, dass es wichtig sei, im Familien- und Bekanntenkreis darauf zu achten, alte Sachen nicht achtlos wegzuwerfen, sondern der Nachwelt zu erhalten - wie in Allendorf/Lumda.

Auf die Mundartvorträge von Annemarie Schmidt und Mechthild Vogel gemünzt, hob die Ministerin den Titel »Bei eus em Hesseland, do es es schie« hervor, da es für Hessen doch eigentlich keine richtige Hymne gebe. Bruchstücke aus den Mundartliedern erinnerten sie an das große Hessenquiz mit Jörg Bombach in HR3, bei dem auch Begriffe in Mundart zu erraten seien.

Dorothea Henzler erhielt den »Goldenen Löwen« als zweite Frau nach der damaligen hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner (FDP). Darüber freute sich die Parteifreundin und versprach, der Kleinplastik einen Ehrenplatz in ihrem Wiesbadener Arbeitszimmer zu geben. Eingehend auf ehrenamtliche Tätigkeiten, hob sie deren Bedeutung als »sozialer Kern des Gemeinwesens« hervor. Bildung lebe von der »Kultur der Mitverantwortung«. Darum seien nicht nur Schulen wichtig, sondern in erster Linie das Elternhaus. Vorlesen, Erzählen und Kommunikation mit Kindern förderten die Sprachfähigkeit als »wichtigste Grundlage für gute Bildung«. Dorothea Henzler sagte dem Heimatmuseum ihre künftige Unterstützung zu.



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