Auch bei der zehnten Auflage des »Autofreien Lumdatal« waren wiederum sehr viele Teilnehmer, Gruppen und Familien bei hochsommerlichen Temperaturen entlang der Lumda zwischen Lollar und Londorf unterwegs. Pünktlich um 10 Uhr gaben am Sonntag die Bürgermeister von Lollar in Person von Dr. Bernd Wieczorek, Staufenberg mit Bürgermeister Horst Münch, Allendorf mit Bürgermeister Horst Hormann und Bürgermeister Kurt Hillgärtner aus Rabenau in Lollar den Startschuss zur »Jubiläumsveranstaltung«, als sie mit Frauen, Freunden und Mitarbeitern mit einem 16 Mann-Tandem auf die Strecke entlang der Lumda bis nach Londorf gingen.
Michael Kuhl (Marburg) fährt gern liegend.
Lollar/Staufenberg/Allendorf/Rabenau (ov/lom). Die Verstanstaltung, an der wiederum sehr viele Teilnehmer mit dem Rad, Inline-Skatern, zu Fuß, auf dem Rücken der Pferde, oder bequem in einer Kutsche auf den Weg entlang der Lumda zwischen Lollar und Rabenau-Londorf gingen, stand unter dem Motto der »familienfreundlichen Gemeinden entlang der Lumda«. So wurden eigens zu dieser Veranstaltung Programmpunkte entlang der Strecke angeboten, die für die ganze Familie attraktiv erschienen. So wurde unter anderem in Lollar eine Kletterburg für die jüngsten Teilnehmer aufgebaut, an der die Kinder mit anderen Bewegungsinhalten als in ihrer üblichen Umgebung konfrontiert werden sollten, und auch ihren Mut an der Höhe beweisen sollten, so Lollars Streetworker Siegfried Derr, der dieses Projekt betreute.
In Staufenberg wurden zur Jubiläumsveranstaltung Hubschrauber-Rundflüge angeboten. Für 45 Euro konnte man entlang der Lumda schweben. So erfüllte die Firma Heli-Flight aus Reichelsheim in der Wetterau so manchen Teilnehmern einen »Lebenswunsch«: Einmal ihre Heimat aus der Luft ansehen zu können.
In allen Gemeinden entlang der Lumda wurden die Teilnehmer bestens mit Speisen und Getränken versorgt. Ebenso konnten alle Teilnehmer an der Tombola teilnehmen, die federführend von Benjamin Weitzel, Leiter der Ordnungs- und Sozialverwaltung in Lollar organisiert wurde. Da winken tolle Preise, wie ein Fahrrad im Wert von 800 Euro oder eine Ballonfahrt im Wert von 400 Euro. Die Auslosung soll in den kommenden Tagen stattfinden, die Gewinner werden über die Presse informiert.
Der Geheimtipp: Früh am Morgen aufbrechen, da ist noch nicht so viel los auf der Strecke. Das haben sich viele überlegt, und so waren schon viele sehr früh mit Fahrrädern, Inlinern und auch zu Fuß unterwegs.
In Allendorf/Lumda luden an der Treiser Straße die Reservisten aus dem Lumdatal zu deftiger Erbsensuppe und der Turn- und Sportverein 1907 Allendorf/Lumda im »Holländischen Hof« zu gekühlten Getränken zum »Boxenstopp«. Der Elternbeirat des Allendorfer Kindergartens bot auf dem Parkplatz der Volksbank Speisen und Getränke für einen guten Zweck an. Gegenüber war es der Schützenverein, der auf dem Hof der Vorsitzenden Konny Fuhrmann das Lichtpunktgewehrschießen anbot. Zwischen Allendorf/Lumda und Londorf waren es die Frey-Mühle und die Reitzenmühle, die den Gästen neben Reitangeboten auch für das leibliche Wohl einiges zu bieten hatten. In Londorf war der Burggarten magischer Anziehungspunkt für Musikliebhaber. Auch die Polizei trug mit einer Fahrradkodierung zum Gelingen bei. Am Ende der Strecke, in Kesselbach auf dem Doberg-Sportplatz, waren es die Sportkameraden des TV Kesselbach, die mit ihrem Kletterturm und einer Strickleiter den Kindern großen Spaß vermitteln konnten.
Die für Mittag schon angekündigten Gewitter zogen erst am späten Nachmittag, zu Ende der Veranstaltung, im Lumdatal auf. Ein gelungener Tag in der Natur ohne Motorenlärm und Abgase, der hoffentlich im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird mit dem elften »Autofreien Sonntag im Lumdatal«.