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Allendorf/Lumda: Kontakt mit Arbeits- und Berufswelt

Artikel vom 19.06.2010 - 16.00 Uhr

Allendorf/Lumda: Kontakt mit Arbeits- und Berufswelt

Allendorf/Lumda (mb). »Ein Tag für die Ausbildung an unserer Schule!« - Die Gesamtschule Lumdatal (GSL), deren Schülerinnen und Schüler in der Stadt Allendorf/Lumda und in der Gemeinde Rabenau wohnen, geht einen neuen Weg. Einen Tag lang bot sie Ausbildungsbetrieben in der Region die Möglichkeit, sich rund 125 Jugendlichen der Jahrgangsstufen 8 und 9 vorzustellen, Informationen zu geben und Interesse zu wecken.
In der Gesamtschule Lumdatal in Allendorf/Lumda kamen Vertreterinnen und Vertreter von Firmen, Handwerksbetrieben, Seniorenheim
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In der Gesamtschule Lumdatal in Allendorf/Lumda kamen Vertreterinnen und Vertreter von Firmen, Handwerksbetrieben, Seniorenheim und Sparkasse zur Ausbildungsoffensive »OloV (Optimierung lokaler Vermittlungstätigkeit)« zum Austausch mit Lehrkräften und mit Schülern zusammen. (Foto: mb)
Ausgerichtet war die Ausbildungsoffensive der GSL auf der Grundlage von Betriebspartnerschaften auf den Beginn von Berufsausbildungen in den Jahren 2011 und 2012. Und einen Namen hat die Offensive selbstverständlich auch: »OloV - Optimierung lokaler Vermittlungstätigkeit«.

Der »Tag für die Ausbildung« verlief an der GSL nach einem exakten Zeitplan. Die Vertreterinnen und Vertreter von Firmen, die nicht nur eingeladen worden, sondern auch gekommen waren, wurden von der stattlichen Zahl von Schülerinnen und Schülern aus sechs Klassen in der Aula erwartet und begrüßt. Im Anschluss bereiteten sie in den jeweils zur Verfügung gestellten Unterrichtsräumen die Präsentation ihrer Firma vor. Dann waren 90 Minuten Zeit, um die Besonderheiten des Betriebs vorzustellen und die Jugendlichen über die Ausbildungsberufe zu informieren, die er anbietet. Zum Abschluss zogen die Vertreterinnen und Vertreter der Firmen ihr Resümee, tauschten sich mit Lehrkräften der GSL aus und standen interessierten Schülerinnen und Schülern für weitere Informationen und für Einzelgespräche zur Verfügung.

Zum »Tag für die Ausbildung« waren zehn ausbildende Firmen eingeladen. Sieben stellten sich den Jugendlichen vor: Bender Netzschutztechnik (Grünberg), Bosch-Buderus-Thermotechnik (BBT) in Verbindung mit Köhler & Ziegler Energie- und Umwelttechnik (Lollar), Didier-Werke (Mainzlar), Emhart Teknologies (Gießen), Metzgerei Schnaut (Lollar), Seniorenheim Lumdatal (Rabenau) und Sparkasse Gießen.

Dem »Tag für die Ausbildung« war im Herbst vorigen Jahres ein erster Versuch vorausgegangen, Jugendliche und Ausbildungsbetriebe in Kontakt zu bringen. Verlauf und Ergebnis waren aber »nicht so toll«, urteilte Klaus Neumann, GSL-Stufenleiter der Jahrgangsstufen 7 bis 10. Deshalb hatte er mit Kolleginnen und Kollegen überlegt, wie bei den Schülerinnen und Schülern mehr Interesse an ihrer Berufsausbildung und damit an ihrer Zukunft geweckt werden kann. Bewusst waren und sind sie sich, dass es schwierig ist, alle Interessenfelder der Jugendlichen abzudecken, weil in der Region selbstredend nicht alle Ausbildungsberufe angeboten werden bzw. werden können und weil das Interesse an »sauberen« Büroberufen nach wie vor groß ist. Sein Eindruck vom »Tag für die Ausbildung« war dagegen »überraschend gut«, aber er schränkte ein wenig ein: »Warten wir ab, was die Schülerinnen und Schüler dann in den Klassen berichten.«

Mit kritischen Anmerkungen hielt eine Reihe von Firmenvertretern bei ihrem Resümee nicht hinter dem Berg. Was - beispielsweise - den Eignungstest für Elektroberufe angehe, so werde er in der Regel nur von 20 Prozent der Hauptschulzweig- und nur von 50 Prozent der Realschulzweigabsolventen bestanden. Bei Absolventen von Fachoberschulen könne von 70 bis 80 Prozent ausgegangen werden. Die Qualität, die von Bewerbern um einem Ausbildungsplatz geboten werde, sei gesunken - aber Interessenten an Lehrstellen seien dringend gesucht, weil es zu wenige gebe. Habe es etwa vor nicht allzu langer Zeit noch 40 Bewerber um einen Ausbildungsplatz gegeben und »gesiebt« werden können, so gebe es derzeit nur noch zehn oder zwölf, die oft unerlässliche Voraussetzungen nicht erfüllen.



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Artikel vom 19.06.2010 - 16.00 Uhr
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