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Allendorf/Lumda: Bürgermeister wird 60 Jahre

Artikel vom 09.03.2010 - 08.00 Uhr

Allendorf/Lumda: Bürgermeister wird 60 Jahre

Allendorf/Lumda (sha). Das 60. Lebensjahr vollendet der Bürgermeister der Stadt Allendorf/Lumda, Horst Hormann, am heutigen Dienstag.
Horst Hormann
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Horst Hormann
Seit über 14 Jahren steht er - derzeit in seiner dritten sechsjährigen Amtszeit - an der Spitze des Magistrates der kleinsten Kommune im Landkreis Gießen. Der in Allendorf/Lumda geborene Sohn eines selbstständigen Dachdeckermeisters war bei seiner ersten Wahl am 3. September 1995 nicht nur als Kandidat der Freien Wähler-Gemeinschaft (FWG) Allendorf/Lumda ins »Rennen« gegangen, sondern wurde damals auch ausdrücklich vom CDU-Stadtverband Allendorf/Lumda unterstützt. Im Magistrat der Stadt arbeiten FWG und CDU auch nach dem dritten Wahlerfolg des Bürgermeisters zusammen. Der gelernte Bankkaufmann Hormann legt Wert auf eine solide Haushaltsführung, die, wie er häufig wiederholte, »nicht an Wünschen, sondern an dem Notwendigen orientiert« sein muss.

Einmal gegen einen, einmal gegen zwei Mitbewerber: Bei den Direktwahlen am 3. September 1995 und am 2. September 2001 konnte sich der passionierte Skatspieler als Bürgermeisterkandidat mit 57,17 Prozent bzw. 75,28 Prozent erfolgreich gegen die jeweiligen Konkurrenten durchsetzen. Am 19. August 2007 gewann Hormann, der sich als einziger Kandidat zur Wahl stellte, souverän mit 77,6 Prozent der abgegebenen Stimmen zum dritten Mal. An seiner dritten Direktwahl beteiligten sich allerdings nur knapp 49 Prozent der Wahlberechtigten von Allendorf/Lumda, Climbach, Nordeck und Winnen.

Im Jahr 1995 - Amtsvorgänger Michael Kranixfeld (SPD) kandidierte nicht erneut, das »Rennen« um seine Nachfolge war völlig offen - schien Hormanns Wahlsieg keineswegs sicher. Vielmehr wurde mit einem »Kopf-an-Kopf-Rennen« zwischen ihm und dem damaligen Kandidaten der SPD, Dieter Hilbert, später Bürgermeister von Dornburg (Kreis Limbrug-Weilburg), gerechnet. Die hohen Stimmenanteile, die Hormann in der Kernstadt Allendorf/Lumda auf sich vereinigen konnte, sicherten dem damals 45-jährigen Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) der Stadtverordnetenversammlung und Vorsitzenden der FWG-Stadtverordnetenfraktion damals den Sieg. Mehr als 20 Jahre als Stadtverordnetener hatte er damals hinter sich. Im Jahr 2001 traten Bernd Klein (SPD), heute Bürgermeister von Lich, und Sylke Schäfer (BfA/ FDP), heute Kreistagsabgeordnete der FDP, gegen den Amtsinhaber an.

Zu den Wahlkampfsituationen in den vergangenen 15 Jahren äußerte der Amtsinhaber, zwar sei eine Wahl ohne Gegenkandidaten, wie 2007, »nervenschonender«, aber die Kehrseite der Medaille habe sich in einer niedrigen Wahlbeteiligung gezeigt. Bescheiden gibt sich Hormann hinsichtlich der Leistungsbilanz einer bald eineinhalb Dekaden dauernden Amtszeit: »Ich bin ein bisschen stolz darauf, durch meinen Einfluss zu einer politischen Kultur beigetragen zu haben. Für Erfolg oder Misserfolg ist nie eine Person allein verantwortlich.«

Als wichtigste Aufgaben seiner dritten Amtsperiode, die bis zum Jahr 2013 dauert, bezeichnete der Bürgermeister die Modernisierung und Neukonzipierung der städtischen Kläranlage, deren »Ertüchtigung« zurzeit im Gang ist, und die Ausweisung von Bauplätzen in allen Stadtteilen: »Wegen geringer Gewerbesteuereinnahmen ist es für Allendorf/Lumda lebensnotwendig, durch attraktive Baugebiete einem Einwohnerrückgang entgegenzuwirken. Eine am Bedarf orientierte Baulandpolitik ist daher besonders wichtig.« Auch die bessere Vermarktung der Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt liegt dem Bürgermeister am Herzen, der - wie inzwischen alle Kommunalpolitiker - auf engere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen setzt.

Hormann und Ehefrau Ortrud, die seit vielen Jahren als Mitglied des Laienspielgruppe des evangelischen Kirchenchores am Heimatabend und am Seniorennachmittag des Nikelsmarktes auf Bühnenbrettern zu sehen ist, sind Eltern eines Sohnes und einer Tochter.

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Artikel vom 09.03.2010 - 08.00 Uhr
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