Allendorf/Lumda (js). 25 Jahre lang hat Heinz-Peter Käs als Schiedsmann in der Großgemeinde Allendorf/Lumda ehrenamtlich Streitigkeiten geschlichtet; aufgrund seiner besonnenen Art hat er Lösungen herbeiführt, die zur Entspannung der jeweiligen Konflikte führten. Am Montag wurde diese Leistung durch eine Ehrung gewürdigt
Nach der Parlamentssitzung, als die Stadtverordneten im Allendorfer Bürgerhaus bei Speis und Trank beim gemütlichen Jahresabschluss zusammensaßen, bat Bürgermeister Horst Hormann den Schiedsmann, »mal nach vorn zu kommen.« Und er überraschte Heinz-Peter Käs mit einer offiziellen Ehrung durch die Stadt Allendorf/Lumda.
Bürgermeister Horman und Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erbach gratulierten dem Allendorfer, der nach einem Vierteljahrhundert Schiedsmanntätigkeit aus diesem Ehrenamt ausscheidet. Er nahm von den jeweiligen streitenden Parteien nie die ihm zustehenden Gebühren - dies auch, um dadurch seine Neutralität zu demonstrieren. Käs, von Beruf Maurer, später Diplomingenieur, hat, wie er sagte, immer Freude an seinem Ehrenamt gehabt, »bei dem es besonders darauf ankommt, gut zuhören zu können.«
Oft sei es um Nachbarschaftsstreitigkeiten gegangen. »Einmal war allerdings kein Kompromiss zu erzielen - der Streit wurde dann vor Gericht fortgesetzt, was ich bedauert habe«, erinnert sich der 68-Jährige, der allerdings auch über ein besonders erfreuliches Erlebnis berichten konnte: Er hatte zwei Streitende versöhnt. Und die luden später den Schiedsmann dann zum gemeinsamen Grillen ein.