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Tag der offenen Tür im Stadttheater

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Artikel vom 21.08.2011 - 22.28 Uhr

Tag der offenen Tür im Stadttheater

Theater als Mannschaftssport: Beim Tag der offenen Tür kamen fast 6000 Besucher trotz Regenwetters ins Stadttheater. Ihnen wurde im ganzen Haus ein umfangreichen Familienprogramm geboten.

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Diesen Blick auf das Parkett, die Ränge und die durchsichtigen Quader der Requisite haben normalerweise nur Schauspieler und Theatermitarbeiter. Beim Tag der offenen Tür steht das Publikum im Stadttheater selbst auf der Bühne. (Foto: Rolf K. Wegst)
Der verregnete Sonntagvormittag schreckte nicht ab. Rund 6000 Besucher fanden nach Angaben des Stadttheaters den Weg zum Tag der offenen Tür, drangen in die Keller und unter das Dach vor. Und ließen sich von Maskenbildern, Beleuchtungstechnikern und Schauspielern alles wichtige im Theater zeigen und erklären.

Das gesamte Programm war in seiner Fülle nicht gänzlich zu bewältigen, viele Besucher entschieden sich deshalb für die drei Theater-Parcours, um möglichst viel zu sehen, dabei noch Zeit für die künstlerischen Darbietungen zu finden und nebenbei an einer Verlosung teilzunehmen. Das war ein wörtlich zu nehmendes Angebot für Jung und Alt: Die Jüngsten zogen Eltern, Omas und Opas von Station zu Station, zeigten sich fasziniert von den Farbenspielen, die die Theaterbeleuchter zauberten, und bewunderten die vielen Knöpfe, die etwa Schnürmeister Andreas Urff auf der Hauptbühne zu drücken hat, um Vorhänge nach oben und unten zu fahren. Urff lockte bei der Bühnenbegehung zum Erstaunen der Kinder einen grünen Drachen aus dem Schnürboden, dem Raum zwischen Decke und Bühne. Manche Mutter musste ihren Sohnemann daran erinnern, nicht an dem grünen Wurm zu ziehen, der nun für Halbwüchsige in Griffweite hing.

+++ Fotostrecke: Tag der offenen Tür im Stadttheater 2011

»Fragen Sie, was Sie immer fragen wollten, und gehen Sie auch einmal in die entlegenen Winkel. Es lohnt sich«, ermunterte Intendantin Cathérine Miville. Kurz zuvor hatte das Philharmonische Orchester unter der Leitung des Generalmusikdirektors Herbert Gietzen mit der Overtüre aus »Wilhelm Tell« gegen den Regen draußen angespielt, der die Musiker zwang, von der Freiluftbühne im Park auf die Hauptbühne im Theater auszuweichen. Zusammen mit dem Theaterchor und einigen Solisten gab das Ensemble unter anderem Kostproben zur ersten Oper dieser Spielzeit, Puccinis »La Bohème«, präsentierte den Gefangenenchor aus »Nabucco« und die »Opera Ultimativa« von Gietzen – »25 Stunden Musiktheater in sieben Minuten, das kann funktionieren«, kommentierte Dramaturg Christian Steinbock das Eröffnungsprogramm.

Die Teilnehmer des Parcours wurden mithilfe von farbigen Markierungen auf dem Boden durchs Theater gelotst – in die Schlosserei, zu den Schreinerwerkstätten und zur Probebühne II im Keller. Dort zog Theatermeister Ingo Blaschke die Fäden bei kleinen Bühnenmodellen. Immer wenn er das tat, bewegten sich in einem der Modelle der Vorhang oder eine Requisite. »Die Modelle haben wir für die Besucher gebaut, damit sie sich die Technik besser vorstellen können«, erklärte Blaschke vor den staunenden Augen eines Vaters und Sohnes und zog an einem Seil, sodass künstlicher Schnee von der Decke rieselte.



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Artikel vom 21.08.2011 - 22.28 Uhr
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